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Homburger Karlsberg Brauerei gibt eine neue Millionen-Anleihe aus

Homburg. Joachim Wollschläger

Die Karlsberg Brauerei GmbH will am Finanzmarkt bis zu 40 Millionen Euro einsammeln. Gestern hat die Homburger Brauerei für eine neue Anleihe die Zinsspanne festgelegt - der Zinssatz soll zwischen 5,25 und 5,75 Prozent liegen. Bereits im Jahr 2012 hatte Karlsberg eine Anleihe über 30 Millionen Euro aufgelegt. Diese will das Unternehmen nun vorzeitig ablösen. Grund dafür ist die günstige Zinsentwicklung. Für die bisherige Anleihe hat Karlsberg einen Zinssatz von 7,375 Prozent bezahlt. Brauerei-Chef Christian Weber geht für die Inhaber der bisherigen Anleihe trotzdem von einem guten Geschäft aus - schließlich werde bei der Ablösung ein Prozent zusätzlich bezahlt. "Und sie haben dann auch mehrere Jahre von der guten Verzinsung profitiert", sagt Weber.

Weber und sein Finanzchef Ralph Breuling erwarten, dass neben Finanzinvestoren auch wieder viele Privatanleger Interesse für die Brauerei-Anleihe zeigen werden. Diese ist zwar unbesichert, im Falle einer Insolvenz stehen ihr also keine Sachwerte entgegen. Weber sagt aber, er gehe davon aus, dass auch Privatinvestoren sich vor dem Kauf ausreichend über die Risiken informieren. Seit der Ausgabe der letzten Anleihe haben sich die Risiken verringert. Das Karlsberg-Rating verbesserte sich von BB- auf BB - eine insgesamt befriedigende Note.