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Schlichterspruch
Höherer Mindestlohn für westdeutsche Bauarbeiter

Frankfurt. Der Weg für höhere Mindestlöhne für Zehntausende Bauarbeiter in Deutschland ist frei. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) stimmte für einen Schlichterspruch des Präsidenten des Bundessozialgerichts, Rainer Schlegel.

Arbeitgeber und Gewerkschaft hatten sich am 19. Dezember auf höhere Mindestlöhne in der Branche verständigt. Die Lohnuntergrenze für Hilfsarbeiten soll vom 1. April 2020 an um 35 Cent auf 12,55 Euro pro Stunde steigen. Der Mindestlohn für Facharbeiter in Westdeutschland und Berlin erhöht sich dann um 20Cent auf 15,40 Euro beziehungsweise 15,25 Euro. In den ostdeutschen Flächenländern gibt es diesen Facharbeiter-Mindestlohn nicht.

Von den neuen Mindestlöhnen würden nach Gewerkschaftsangaben mehr als 200 000 der bundesweit etwa 820 000 Bau-Beschäftigten profitieren.