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Molkerei
Hochwald will Milch auf Dauer überdurchschnittlich bezahlen

 Die Großmolkerei Hochwald hat ein Umsatzplus eingefahren – und will nun einen überdurchschnittlichen Milchpreis zahlen.
Die Großmolkerei Hochwald hat ein Umsatzplus eingefahren – und will nun einen überdurchschnittlichen Milchpreis zahlen. FOTO: dpa / Lukas Schulze
Maria Laach. Die Großmolkerei Hochwald will ihren Erzeugern auf Dauer einen überdurchschnittlichen Milchpreis zahlen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag beim Kloster Maria Laach in der Osteifel mit.

2018 wurde den Milchlieferanten ein Milchpreis von 34,5 Cent pro Kilogramm gezahlt – 0,6 Cent pro Kilogramm mehr als im Vorjahr.

Für 2018 meldete Hochwald im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Umsatzplus von 0,7 Prozent auf rund 1,54 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigten fiel um 44 auf 1848. Die Genossenschaft zählt laut einer Sprecherin 3866 Mitglieder beziehungsweise Eigentümer, von denen 2910 aktive Milchlieferanten sind. Damit ist die Mitgliederzahl im Vergleich zum Vorjahr im Zuge des Strukturwandels in der Landwirtschaft weiter leicht gefallen.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag 2018 mit 59,2 Millionen Euro um 10,9 Millionen Euro über dem Vorjahresniveau. Allerdings schüttete die Genossenschaft laut der Sprecherin einen nicht genau bezifferten Millionengewinn als Milchpreis an ihre Mitglieder aus: „Das entspricht einer Dividende. Was bei uns erwirtschaftet wird, wird auch ausgezahlt.“



Für den Bau eines neuen Werks im nordrhein-westfälischen Mechernich gab es im Mai 2019 laut Hochwald den ersten Spatenstich. 2021 soll diese Molkerei in Betrieb genommen werden. Hochwald betonte: „Im Gegensatz zu börsennotierten Unternehmen denken wir nicht in Quartalszahlen, sondern in langfristigeren Dimensionen.“ Die Geschichte des Unternehmens hatte 1932 in Thalfang im Hunsrück begonnen.