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Grundstücke
Grundstücke für Wohnbauten sind teurer geworden

 Das Land für Wohnungsbau in Rheinland-Pfalz ist insgesamt teurer geworden. Regional sind die Preise höchst unterschiedlich.
Das Land für Wohnungsbau in Rheinland-Pfalz ist insgesamt teurer geworden. Regional sind die Preise höchst unterschiedlich. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte
Mainz. Knappes Angebot in den Ballungsgebieten und auch eine größere Attraktivität ländlicher Regionen haben den Preis für Wohnbauland nach oben getrieben. Auch im Falle von Gewerbebauland müssen Bauherrn inzwischen tiefer in die Tasche greifen als noch zwei Jahre zuvor.

Land für den Wohnungsbau ist in Rheinland-Pfalz innerhalb von zwei Jahren teils deutlich teurer geworden. Der Preis pro Quadratmeter stieg im Schnitt um 9,5 Prozent an. Das geht aus dem neusten Grundstücksmarktbericht hervor, der gestern in Mainz vorgestellt wurde. Der Bericht vergleicht Daten aus den Jahren 2016 bis 2018 und wird vom Oberen Gutachterausschuss erstellt.

„Die Nachfrage nach Immobilien war in den letzten zwei Jahren weiterhin ungebrochen“, sagte Antonia Fitting vom Ausschuss. Im Vergleich zu vorherigen Grundstücksmarktberichten sei erstmals in keinem Landkreis der Preis für unbebaute Wohngrundstücke gesunken. Denn einerseits werde das Angebot in Ballungsgebieten immer knapper. Andererseits seien die ländlichen Regionen attraktiver und damit auch beliebter geworden. Vor allem in den Regionen Rheinhessen-Nahe (14,6 Prozent) und Rheinpfalz (13,5 Prozent) zogen die Preise an. Im Gebiet Westerwald-Taunus lag die Preissteigerung bei 4,5 Prozent.

Für Käufer hieß das konkret: Ein Einfamilienhaus mit Grundstück in Mainz kostete im Schnitt
690 000 Euro. In Schmißberg (Kreis Birkenfeld) hingegen kostete ein vergleichbares Haus inklusive Grundstück hingegen 180 000 Euro. War das Grundstück unbebaut, schlug es in Mainz mit 695 Euro pro Quadratmeter und in Schmißberg mit 21 Euro pro Quadratmeter zu Buche.



Auch beim Gewerbebauland mussten die Käufer zum Teil deutlich tiefer in die Tasche greifen als noch zwei Jahre zuvor. Das galt insbesondere in der Region Rheinhessen-Nahe: Dort stiegen die Preise um fast 30 Prozent. In der Rheinpfalz dagegen nur um knapp ein Prozent. Insgesamt lag die Wertsteigerung für Gewerbebauland in Rheinland-Pfalz bei sieben Prozent.

Im konkreten Fall kostete beispielsweise in Koblenz ein Quadratmeter Gewerbebauland rund 200 Euro. In der Eifel, dem Westerwald, dem Hunsrück und Teilen der Westpfalz bewegten sich die Preise meist nur zwischen 5 und 25 Euro pro Quadratmeter.