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Goldene Jahre, goldene Meister

Mainz. Es war die Zeit des Übergangs vom Wiederaufbau zum Wirtschaftswunder in Deutschland, als 51 Menschen in Rheinland-Pfalz den Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft legten. Sie absolvierten 1959 ihre Meisterprüfungen als Hauswirtschafter, Gärtner oder Landwirte. 50 Jahre später feiern sie ihr goldenes Jubiläum Von Merkur-Korrespondent Frank Giarra

Mainz. Es war die Zeit des Übergangs vom Wiederaufbau zum Wirtschaftswunder in Deutschland, als 51 Menschen in Rheinland-Pfalz den Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft legten. Sie absolvierten 1959 ihre Meisterprüfungen als Hauswirtschafter, Gärtner oder Landwirte. 50 Jahre später feiern sie ihr goldenes Jubiläum.Ein treffender Grund für die Landwirtschaftskammer, die Jubilare in Mainz zu ehren. "Sie haben damals erkannt, dass Qualifikation, Professionalität und Nachwuchsausbildung die Fundamente zukunftsfähiger Betriebe sein würden", würdigt Kammer-Präsident Norbert Schindler bei einer Feierstunde im Kurfürstlichen Schloss in Mainz. Der CDU-Bundestagsabgeordnete ist aus Berlin angereist. Als Ausbilder hätten die Meister ihr Wissen vielfach weitergegeben und damit "entscheidend zur Zukunftssicherung des Berufsstandes beigetragen", sagt Schindler.Landtags-Vizepräsident Heinz-Hermann Schnabel überbringt neben FDP-Fraktionschef Herbert Mertin und den Abgeordneten Alexander Licht (CDU, Brauneberg) und Thorsten Wehner (SPD) die Glückwünsche des Parlamentes. "Ihr Jubeltag ist vergleichbar mit einer Goldenen Hochzeit. Sie sind Vorbild und Ansporn für die Jugend", lobt Schnabel. Er stamme selbst aus einer ländlichen Gegend und wisse genau, welche Leistungen die Meister vollbracht hätten.Die Geehrten freuen sich allesamt sichtlich über die Auszeichnung. Sie sind gerne nach Mainz gekommen. Gisela Longen aus Trier hat sogar doppelten Anlass zum Feiern, denn sie ist nicht nur seit 50 Jahren Hauswirtschaftsmeisterin, sondern hat auch noch Geburtstag und wird zusätzlich mit einem Blumenstrauß beschenkt.An einem Tisch sitzt ein Männer-Trio und unterhält sich bei Kaffee und Kuchen über die alten Zeiten. Franz Peter Scheuer aus Kirfbeuren und Alfons Linden aus Palzem (beide Kreis Trier-Saarburg) haben ihre Meisterprüfung nie bereut. "Wir wissen heute unsere Betriebe in guten Familienhänden", sagen sie stolz. Josef Heck aus Welschbillig (Kreis Trier-Saarburg) hat einen anderen Weg als die Selbstständigkeit eingeschlagen. Er arbeitete zunächst bei der Landwirtschaftskammer und später beim Finanzamt, erzählt er.Neben der Meister-Ehrung werden zwölf Weinsachverständige aus dem ehrenamtlichen Dienst verabschiedet. Ihnen oblag unter anderem die Mammutaufgabe der sensorischen Prüfung, die der Ausstattung von rund 120 000 Weinen pro Jahr mit der Amtlichen Prüfnummer vorausgeht. "Wir sind ihnen für ihre Hilfe als ehrenamtliche Sachverständige sehr dankbar", würdigt Kammerpräsident Schindler. "Ihr Jubeltag ist vergleichbar mit einer Goldenen Hochzeit. Sie sind Vorbild und Ansporn für die Jugend." Landtags-Vizepräsident Heinz-Hermann Schnabel