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Gewerkschaften fordern radikalen Umbau der Putzfrauen-Arbeit

Essen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die Bundesregierung auf, die finanziellen Vergünstigungen für Minijobs in Privathaushalten abzuschaffen. Stattdessen sollten normale Arbeitsverhältnisse für Putz- und Haushaltshilfen staatlich gefördert werden, heißt es in einem Vorstandsbeschluss von Anfang Mai. Die zusätzlichen staatlichen Ausgaben schätzt der DGB auf eine Milliarde Euro. Dadurch könnten mehrere Hunderttausende sozialversicherte Jobs entstehen. epd

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die Bundesregierung auf, die finanziellen Vergünstigungen für Minijobs in Privathaushalten abzuschaffen. Stattdessen sollten normale Arbeitsverhältnisse für Putz- und Haushaltshilfen staatlich gefördert werden, heißt es in einem Vorstandsbeschluss von Anfang Mai. Die zusätzlichen staatlichen Ausgaben schätzt der DGB auf eine Milliarde Euro. Dadurch könnten mehrere Hunderttausende sozialversicherte Jobs entstehen.

Das Konzept der DGB-Spitze für den "Arbeitsplatz Privathaushalt" sieht vor, dass der Staat sämtliche Sozialversicherungsbeiträge erstattet, den Arbeitnehmer- wie den Arbeitgeberanteil. Dies sei erforderlich, damit sich sozialversicherte Beschäftigung in Privathaushalten am Markt durchsetzen könne, heißt es in dem Beschluss. Die Förderung zielt auf Putz- und Haushalts- sowie auf Pflegehilfen, Babysitter oder Helfer im Garten. Die privaten Haushalte sollen sie nach dem Plan des DGB künftig über professionelle Dienstleistungsanbieter beschäftigen. Dies könnten gewerbliche Unternehmen, Wohlfahrtsverbände oder andere gemeinnützige Träger sein.