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Winzer haben Lagerbestände abgebaut
Genießer warten auf einen großen Weinjahrgang 2018

Bodenheim. Die Winzer haben ihre Lagerbestände in diesem Jahr stärker abgebaut als in den Jahren zuvor. Die Erwartungen an den neuen Jahrgang sind groß.

Immer mehr Deutsche schätzen ein Glas Wein zum Essen oder als Begleitung zu einem gemütlichen Abend. Das bemerken auch die Winzer. Demnach sind die Lagerbestände für deutschen Wein in diesem Jahr deutlich stärker abgebaut als in vergangenen Jahren. Damit sind die zahlreichen Keller in den Weinanbaugebieten „aufnahmebereit für den großen Weinjahrgang“ 2018, teilte gestern das Deutsche Weininstitut in Bodenheim bei Mainz mit. Zum Stichtag 31. Juli gab es demnach noch einen Bestand von 11,1 Millionen Hektoliter Wein und Sekt. Die Anteile verteilen sich je zur Hälfte auf Winzer und den Handel. Das waren insgesamt neun Prozent weniger als im Schnitt der vergangenen drei Jahre. Vergleichbar geringe Bestände habe es zuletzt in den Jahren 2014 und 2011 gegeben.

Nach einer unterdurchschnittlichen Weinmenge im Jahr 2017 haben die Winzer in diesem Jahr auch wegen der besonders günstigen Witterungsbedingungen so viele Trauben geerntet wie seit dem Jahr 1999 nicht mehr. Die Weinmostmenge in den insgesamt 13 deutschen Anbaugebieten erreichte nach einer vorläufigen Schätzung des Deutschen Weininstituts 10,7 Millionen Hektoliter. Die beiden größten Weinanbaugebiete in Deutschland liegen in Rheinland-Pfalz: In Rheinhessen stieg der Ertrag nach einer vorläufigen Schätzung um 19 Prozent auf insgesamt 2,95 Millionen Hektoliter, in der Pfalz um 17 Prozent auf 2,55 Millionen Hektoliter.