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Gefährlicher Konstruktionsfehler bei A380-Triebwerk

Sydney. Seit seinem ersten Passagierflug vor nunmehr drei Jahren ist der Airbus A380 womöglich nur mit Glück einer Katastrophe entgangen. Wie aus dem gestern veröffentlichten Untersuchungsbericht zur Notlandung eines A380 hervorgeht, hätte ein Baufehler an vielen der Flugzeuge zu "katastrophalen Triebwerkausfällen" führen können

Sydney. Seit seinem ersten Passagierflug vor nunmehr drei Jahren ist der Airbus A380 womöglich nur mit Glück einer Katastrophe entgangen. Wie aus dem gestern veröffentlichten Untersuchungsbericht zur Notlandung eines A380 hervorgeht, hätte ein Baufehler an vielen der Flugzeuge zu "katastrophalen Triebwerkausfällen" führen können. Die aus-tralische Airline Qantas leitete rechtliche Schritte gegen den Triebwerkbauer Rolls-Royce ein. Falls eine Einigung mit Rolls-Royce nicht zustande komme, sei eine Klage möglich.An dem Triebwerk des A380 der australischen Fluggesellschaft Qantas, der vor rund einem Monat in Singapur hatte notlanden müssen (wir berichteten), sei ein "großes Sicherheitsproblem" ausgemacht worden, heißt es in dem Untersuchungsbericht der australischen Flugsicherheitsbehörde. Ein falsch verbautes Teil habe die Wand einer Ölleitung abgenutzt. Dies habe zu einem Ermüdungsbruch geführt. Öl sei ausgetreten, was den Brand und die Panne ausgelöst habe. Es handle sich um einen Konstruktionsfehler des Triebwerks.

Die australische Behörde wies Rolls Royce an, umgehend die nötigen Schritte einzuleiten, um die Sicherheit aller Flüge der A380 mit dem betroffenen Triebwerk vom Typ Trent 900 dauerhaft zu gewährleisten.

Die Europäische Flugaufsichtsbehörde EASA hatte bereits vor Wochen gewarnt, dass ausgelaufenes Öl die Triebwerke in Brand setzen könnte. afp/dpa