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Hauptstadt-Flughafen
Flughafen BER will sich von Privatfirmen helfen lassen

Schönefeld. Die Betreiber des neuen Hauptstadtflughafens BER wollen sich beim künftigen Ausbau privat unterstützen lassen. Das geplante Terminal 2 soll nach der geplanten Eröffnung des Flughafens 2020 als Mietkauf- oder Leasingobjekt gebaut werden, sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup gestern.

„Das ist keine Privatisierung. Aber es würde die Finanzlast ein Stück weit in die Zukunft transferieren.“ Das Unternehmen reagiert damit darauf, dass die öffentliche Hand kein Geld in den Ausbau des Flughafens stecken will. Terminal 2 soll im nächsten Jahrzehnt gegenüber dem ersten Abfertigungsgebäude entstehen, dafür wird eine eigene Projektgesellschaft gegründet. Der Finanzrahmen für den BER sieht bis 2020 rund 6,5 Milliarden Euro vor. Nach dem neuen Businessplan braucht das Unternehmen danach aber 770 Millionen Euro zusätzlich. Dieser Betrag sinke durch Mietkauf oder Leasing des neuen Terminals um 220 bis 270 Millionen Euro. Bei Mietkauf-Modellen können gemietete Objekte innerhalb einer bestimmten Frist und zum vorher vereinbarten Preis gekauft werden. Der neue Flughafen soll nach dem neuesten Zeitplan im Oktober 2020 an den Start gehen – mit dann neun Jahren Verspätung.