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Corona-Krise
Gefälschte Nachrichten und Hasskommentare

München ( Kettenbriefe, Mythen und falsche Nachrichten: Die Corona-Krise ist längst im Internet angekommen. Die Computerzeitschrift Chip berichtet von falschen Arzt-Tipps, die derzeit als Nachricht bei Whatsapp und Post bei Facebook die Runde machen: „Angeblich stammen die Informationen aus China und erklären ganz genau, woran man das Coronavirus erkennen und wie man sich davor schützen kann.“ Labile und leichtgläubige Menschen könnten die Informationen, zum Beispiel, dass das Trinken von warmem oder heißem Wasser vor der Erkrankung schützt, ernstnehmen, obwohl sie nicht stimmen.

Die aufgelisteten Maßnahmen seien Fehlinformation, die Nachricht sollte nicht weiterverbreitet werden.

Auch die Initiative Mimikama, die über Internetmissbrauch aufklärt, berichtet über Falschnachrichten wie „Kiffen kann das Coronavirus aufhalten“. Das sei ebenso unzutreffend wie die Nachricht „86 Menschen sind in einem Bordell nun für zwei Wochen in Quarantäne“. Schlimmer seien Verschwörungsmythen wie zum Beispiel die Behauptung, dass das Coronavirus eine Biowaffe ist. Auf mimikama.at gibt es einen Faktencheck zu Meldungen, die in Bezug zu der Epidemie stehen.

Eine weitere Folge der Corona-Krise sind Hasskommentare in sozialen Netzwerken. Twitter hat darauf reagiert und die Richtlinien um Inhalte ergänzt, die sich auf schwere Krankheiten beziehen. Es ist demnach künftig untersagt, eine Gruppe von Menschen aufgrund ihrer Religion, ihres Alters, ihrer Behinderung oder einer schweren Erkrankung zu „entmenschlichen“. Tweets, die gegen die neue Richtlinie verstoßen, werden nach Angaben des US-Internetunternehmens gelöscht.



mimikama.at