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Das Online-Netzwerk und die Medien
Facebook zahlt Millionen für Inhalte

 FILE - This Jan. 17, 2017, file photo shows a Facebook logo displayed at a business gathering in Paris. Facebook is reportedly in talks with news publishers to offer “millions of dollars” for the rights to publish their material on its site amid years-long criticism over its apparent role in taking away online advertising dollars from the struggling industry. (AP Photo/Thibault Camus, File)
FILE - This Jan. 17, 2017, file photo shows a Facebook logo displayed at a business gathering in Paris. Facebook is reportedly in talks with news publishers to offer “millions of dollars” for the rights to publish their material on its site amid years-long criticism over its apparent role in taking away online advertising dollars from the struggling industry. (AP Photo/Thibault Camus, File) FOTO: AP / Thibault Camus
Menlo Park. Facebook führt vielen Medien im Netz eine Menge Nutzer zu. Es fällt den Verlagshäusern allerdings schwer, daraus ein nachhaltiges Geschäftsmodell zu entwickeln. Nun will Facebook zumindest bestimmte Medien direkt für Inhalte entlohnen. Von dpa

Facebook will einen eigenen Bereich für Medieninhalte einrichten. Er solle bis Ende des Jahres starten, sagte eine Sprecherin dem US-Sender CNBC. Zuvor hatte das Wall Street Journal berichtet, Facebook biete Medienunternehmen bis zu drei Millionen Dollar pro Jahr dafür an, in dem neuen Bereich Schlagzeilen und Auszüge aus Artikeln zu platzieren. Unter den angesprochenen Medien seien die Washington Post, der Finanzdienst Bloomberg und die Wall Street Journal-Mutter Dow Jones. Diese Informationen ließ Facebook zunächst unkommentiert.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte den separaten Nachrichten-Bereich bereits im April ins Gespräch gebracht. Das Online-Netzwerk wolle stärker „hochwertige und vertrauenswürdige News“ hervorheben. Dabei schloss Zuckerberg auch Lizenzzahlungen an teilnehmende Medienunternehmen nicht aus.

Die Idee eines abgetrennten Bereichs für Medieninhalte, wie ihn unter anderem Konkurrent Snapchat anbietet, lehnte der Konzern zuvor lange Zeit ab.



Jetzt bietet Facebook Medienpartnern laut Wall Street Journal die Wahl, ob sie ihre Inhalte direkt auf der Plattform des Online-Netzwerks vorhalten oder in den neuen Bereich nur Überschriften und Auszüge platzieren, die zu ihren eigenen Webseiten weiterführen.