| 22:10 Uhr

Werner Müller (73) tot
Werner Müller mit 73 gestorben

  Eklat auf der Saarmesse 2002: Werner Müller (parteilos, re.) und Peter Müller (CDU, li.) beschimpfen sich in ihren Reden gegenseitig zum Thema Bergbau, Saarbrückens OB Hajo Hoffmann (SPD) kann nicht vermitteln .
Eklat auf der Saarmesse 2002: Werner Müller (parteilos, re.) und Peter Müller (CDU, li.) beschimpfen sich in ihren Reden gegenseitig zum Thema Bergbau, Saarbrückens OB Hajo Hoffmann (SPD) kann nicht vermitteln . FOTO: Iris Maurer
Essen. (dpa) Der ehemalige Bundeswirtschaftsminister und Manager Werner Müller ist tot. Er starb in der Nacht zum Dienstag nach schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren in seiner Geburtsstadt Essen, wie die RAG-Stiftung mitteilte. dpa

Der parteilose Müller war in der rot-grünen Regierung von Kanzler Gerhard Schröder (SPD) von 1998 bis 2002 Wirtschaftsminister. Der Alt-Kanzler würdigte ihn als „großen Wirtschaftslenker“.

Nach seiner Ministerzeit wurde Müller 2003 Vorstandsvorsitzender des Bergbaukonzerns RAG. Aus dieser Position heraus gestaltete er das sozialverträgliche Ende der Steinkohleförderung im Ruhrgebiet und an der Saar maßgeblich mit. Bis zum letzten Fördertag wurde kein Bergmann entlassen. Bei der Schließung der letzten deutschen Zeche Prosper-Haniel in Bottrop war er im Dezember 2018 noch dabei. Müller habe „unschätzbare Verdienste um den deutschen Bergbau und die Bergleute, die ihm persönlich immer besonders am Herzen lagen“, sagte der aktuelle RAG-Vorstandschef Peter Schrimpf.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sprach von einer traurigen Nachricht. „Habe ihn als Ministerpräsidentin in der gemeinsamen Arbeit in der RAG Stiftung auch als Mensch sehr schätzen gelernt“, twitterte die Saarländerin.



Werner Müller hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.

 Werner Müller war von 1998 bis 1992 Wirtschaftsminister der Republik.   Foto: Roland    Weihrauch/dpa
Werner Müller war von 1998 bis 1992 Wirtschaftsminister der Republik. Foto: Roland Weihrauch/dpa FOTO: dpa / Roland Weihrauch