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Quote im Juni nur noch bei 4,4 Prozent
Erneut weniger Arbeitslose in Rheinland-Pfalz und im Bund

Saarbrücken/mainz/Nürnberg. (dpa) Zum fünften Mal in Folge ist die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz zurückgegangen. Im Juni waren rund 97 800 Frauen und Männer ohne Job gemeldet, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mit Sitz in Saarbrücken am Freitag mit.

Die Arbeitslosenquote lag im Juni bei 4,4 Prozent und war damit im Vergleich zum Mai unverändert. Vor einem Jahr hatte sie noch 4,7 Prozent betragen.

Bereits im Mai war die Zahl der Arbeitslosen in Rheinland-Pfalz unter die Marke von 100 000 gesunken. Im Juni ging sie um weitere 150 oder 0,2 Prozent zurück. Im Vergleich zum Juni des vergangenen Jahres sank die Zahl der Arbeitslosen um 6200 oder 6,0 Prozent.

Der Regionaldirektion zufolge meldeten sich vor allem junge Leute nach dem Abschluss ihrer Berufsausbildung arbeitslos. Das sei aber nur vorübergehend, denn Fachkräfte seien gefragt. „Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt in guter Verfassung.“



Die Zahl der unterbeschäftigten Rheinland-Pfälzer fiel im Juni auf 140 100, vor einem Jahr waren es noch 7500 oder 5,1 Prozent mehr. Wer als unterbeschäftigt gilt, wird nicht als arbeitslos in der Statistik erfasst. Das kann verschiedene Gründe haben wie zum Beispiel eine berufliche Eingliederung.

Die Unternehmen im Land meldeten im Juni 3000 offene Stellen, das waren 7,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Insgesamt waren zuletzt 40 700 Arbeitsstellen vakant. Wie in den Monaten zuvor war vor allem der Bedarf in der Zeitarbeit (13 950) groß. Auch im Handel (4180), der Industrie (4060), im Gesundheits- und Sozialwesen (3410) und im Baugewerbe (2800) wurden noch viele Arbeitskräfte gesucht.

Auf der anderen Seiten waren im Juni 8600 junge Rheinland-Pfälzer auf der Suche nach einem für sie geeigneten Ausbildungsplatz. Die Unternehmen meldeten insgesamt offene 11 400 Azubi-Stellen. Darunter waren vor allem Stellen als Kaufmann oder Kauffrau im Einzelhandel (750) und als Verkäufer oder Verkäuferin (750).

Bundesweit ging die Arbeitslosigkeit auf den geringsten Stand seit der Wiedervereinigung zurück. Mit 2,276 Millionen waren 40 000 Männer und Frauen weniger ohne Job als im Vormonat und 197 000 weniger als ein Jahr zuvor. Das teilte die Bundesanstalt für Arbeit (BA) am Freitag in Nürnberg mit. „Der Arbeitsmarkt entwickelt sich weiter günstig“, sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt demnach bei 32,78 Millionen Menschen. Das sind 770 000 mehr als ein Jahr zuvor. An offenen Stellen sind 805 000 gemeldet.