| 23:20 Uhr

Reiche Bescherung
Einzelhandel rechnet mit Weihnachts-Rekord

 Weihnachten ist jedes Jahr aufs Neue eine Bescherung - auch für den Handel. Symbolfoto: dpa
Weihnachten ist jedes Jahr aufs Neue eine Bescherung - auch für den Handel. Symbolfoto: dpa FOTO: dpa / Markus Scholz
Berlin. Der Handelsverband HDE erwartet dieses Jahr zu Weihnachten erstmals einen Gesamtumsatz von über 100 Milliarden Euro. Eine schöne Bescherung.

() Viele Händler in der Republik fiebern diesem Freitag entgegen – dem sogenannten „Black Friday“. Bis vor ein paar Jahren war dieser Tag nur in den USA bekannt. Der „Black Friday“, der Brückentag nach dem traditionellen Thanksgiving-Fest am letzten November-Donnerstag, galt traditionsgemäß als Auftakt zum Weihnachtgeschäft. Mittlerweile ist das auch in Deutschland so. Vor allem Online-Händler werben mit Rabattaktionen und Schnäppchen.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt davor, sich von angeblichen Rabatten blenden zu lassen. Viele beruhten auf nicht existierenden Mondpreisen. Kunden sollten sich nicht unter Druck setzen lassen und in Ruhe die Preise vergleichen.

 Nicht nur der anstehende Black Friday lässt zahlreiche Händler erwartungsfroh die Hände reiben – insgesamt ist der deutsche Einzelhandel für das Weihnachtsgeschäft geradezu euphorisch und rechnet mit einem Rekordumsatz.



„Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft erwarten wir erstmals einen Gesamtumsatz von mehr als 100 Milliarden Euro“, sagte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands HDE zu Reuters. „Die stabile Situation am Arbeitsmarkt und steigende Einkommen sorgen für eine nach wie vor gute Verbraucherstimmung“, bilanziert der Chef des Handelsverbandes. Besonders das Online-Geschäft brummt. Hier erwartet der HDE im Weihnachtsgeschäft ein Wachstum von knapp elf Prozent auf rund 15 Milliarden Euro.

Dass die Deutschen offenbar in ausgezeichneter Kauflaune sind, beobachtet auch die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung). Die Verbraucher würden „positiv gestimmt“ in die anstehende Vorweihnachtszeit gehen. Verstärkt werde ihre Konsumfreude, weil die Alternative Sparen durch die weitere Verschärfung der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) noch weniger attraktiv werde.