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Dritte Telekom-Tarifrunde ohne Ergebnisse

Berlin/Bonn. Der Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom nimmt an Schärfe zu. Auch in der dritten Verhandlungsrunde, die am Mittwoch in Berlin zu Ende ging, erzielten Arbeitgeber und Gewerkschaften keine Annäherung. Agentur

So fordert Verdi für die rund 70 000 Beschäftigten aus den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Service und Konzernzentrale 5 Prozent mehr Geld. Die Telekom hatte bei den Gesprächen angeboten, die Gehälter in zwei Schritten und über zwei Jahre um 2,8 Prozent anzuheben. Das gebe Unternehmen und Beschäftigten eine gute Planungsgrundlage. Verdi wies die Offerte als "völlig unzureichend" zurück. Ungeklärt sei zudem die Frage des Kündigungsschutzes. "Wir streben einen Einigung in der nächsten Tarifrunde an", sagte ein Telekom-Sprecher. Beide Seiten vereinbarten, die Verhandlungen am 12. und 13. April in Bonn fortzusetzen. Verdi hatte am Mittwoch an mehreren Standorten erneut zu Warnstreiks aufgerufen, unter anderem in Rheinland-Pfalz und im Saarland. So sollte in den Technik-, Vertriebs- und Servicebereichen in Kaiserslautern, Neustadt und Saarbrücken die Arbeit niedergelegt werden. Am Dienstag hatte es laut Verdi Warnstreiks in Mainz, Trier, Ludwigshafen und Saarbrücken gegeben.