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Drei Prozent mehr Geld für Beschäftigte im Einzelhandel

Mainz. Die 100 000 Beschäftigten im rheinland-pfälzischen Einzelhandel bekommen ab Juli drei Prozent mehr Geld. Darauf einigten sich die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber gestern in Mainz. Von Juli 2012 an steigen die Bezüge für alle nochmals um zwei Prozent, wie ein Verdi-Sprecher mitteilte

Mainz. Die 100 000 Beschäftigten im rheinland-pfälzischen Einzelhandel bekommen ab Juli drei Prozent mehr Geld. Darauf einigten sich die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber gestern in Mainz. Von Juli 2012 an steigen die Bezüge für alle nochmals um zwei Prozent, wie ein Verdi-Sprecher mitteilte. Zusätzlich gibt es im Mai 2012 eine Einmalzahlung von 50 Euro, Auszubildende bekommen 25 Euro. "Das kann sich sehen lassen", sagte der Gewerkschaftssprecher.Die Gewerkschaft Verdi hatte zuvor für die Beschäftigten der Branche vier Prozent mehr Geld gefordert. Die unteren Lohn- und Gehaltsgruppen sollen vorher noch zusätzlich 65 Euro erhalten. Für die Auszubildenden wollte die Gewerkschaft ein Plus von 50 Euro monatlich durchsetzen.

Die Arbeitgeber hatten zuletzt ein Angebot mit zweijähriger Laufzeit unterbreitet. Im ersten Jahr bekämen die Beschäftigen nach drei Monaten ohne Erhöhung 2,5 Prozent mehr Geld, im zweiten Jahr 1,5 Prozent. Für die Gewerkschaft war dies zu wenig. Vor rund zehn Tagen hatte es im benachbarten Saarland einen Tarifabschluss im Einzelhandel gegeben. Danach bekommen die Beschäftigten dort rückwirkend zum 1. Juni drei Prozent mehr Geld (wir berichteten). So nun auch in Rheinland-Pfalz. dpa