| 23:20 Uhr

Umweltministerin Hendricks macht Druck
Diesel-Autobauer sollen blechen

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks.
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. FOTO: Wolfgang Kumm / dpa
Berlin. Angesichts möglicher Fahrverbote für ältere Diesel wegen zu schmutziger Luft in vielen Städten wächst der Druck auf die Autobauer. „Wer seinen Diesel nachrüsten kann und will, der sollte einen Anspruch darauf haben, dass der Hersteller das übernimmt“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) der „Süddeutschen Zeitung“. Es dürfe nicht sein, dass jetzt nur noch über Plaketten diskutiert werde „und dabei die eigentlichen Verursacher des Problems aus dem Blick geraten“. Die deutschen Autohersteller lehnen trotz drohender Fahrverbote in Städten mit hoher Schadstoffbelastung eine teure und aufwendige Umrüstung älterer Dieselfahrzeuge bisher ab.

Angesichts möglicher Fahrverbote für ältere Diesel wegen zu schmutziger Luft in vielen Städten wächst der Druck auf die Autobauer. „Wer seinen Diesel nachrüsten kann und will, der sollte einen Anspruch darauf haben, dass der Hersteller das übernimmt“, sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) der „Süddeutschen Zeitung“. Es dürfe nicht sein, dass jetzt nur noch über Plaketten diskutiert werde „und dabei die eigentlichen Verursacher des Problems aus dem Blick geraten“. Die deutschen Autohersteller lehnen trotz drohender Fahrverbote in Städten mit hoher Schadstoffbelastung eine teure und aufwendige Umrüstung älterer Dieselfahrzeuge bisher ab.

Die drohenden Diesel-Fahrverbote bringen auch die Handwerker gegen die Autoindustrie auf. Da viele Betriebe fürchten, mit ihren Fahrzeugen bald nicht mehr in die Innenstädte fahren zu dürfen, verlangte der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) von den Herstellern, die Kosten für Nachrüstungen zu übernehmen. „Wir wollen es nicht bezahlen, das ist ganz sicher“, sagte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. „Der Verursacher dieser Geschichte muss letztlich dafür einstehen.“ Nach dem Urteil über Fahrverbote „dürften die Preise für gebrauchte Diesel kräftig in den Keller gehen“, sagte Auto-Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer.