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Nach dem Mega-Sommer
Obstbauern sehen reiche Apfelernte

Trotz der Trockenheit tragen die Bäume große, saftige Äpfel.
Trotz der Trockenheit tragen die Bäume große, saftige Äpfel. FOTO: dpa/dpaweb / Roland Weihrauch
Hannover. (dpa) Die Apfelernte in Norddeutschland ist so gut wie abgeschlossen – und eine erste Bilanz der Obstbauern fällt positiv aus. Mit steigenden Preisen müsse nicht gerechnet werden, sagte Helwig Schwartau von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. dpa

Die Qualität der Äpfel sei dieses Jahr gut. Die Früchte aus dem Alten Land, der Region Cuxhaven und dem Süden Schleswig-­Holsteins hätten eine gute Größe, sagte Schwartau. Zuvor hatten Betriebe befürchtet, dass es wegen der Trockenheit nur sehr kleine Äpfel geben würde. Der schwere Marschboden aber speichere viel Wasser. Daher hätten viele Landwirte an der Niederelbe kein Problem mit der Trockenheit gehabt.

Allein für die wichtige Anbauregion Niederelbe geht Schwartau von einer Ernte von 300 000 Tonnen Äpfeln in diesem Jahr aus. Für ganz Europa werden nach Prognosen der World Apple Pear Association in Brüssel 12,6 Millionen Tonnen erwartet. Das wäre einer der höchsten Erträge der vergangenen 20 Jahre, sagte Schwartau.

Auch die deutschen Bauern dürften eine reiche Ernte einfahren. In diesem Jahr werde die Apfelernte bei 1,1 Millionen Tonnen liegen – knapp 17 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre, schätzte jüngst das Statistische Bundesamt.



In Norddeutschland ist das Alte Land das Hauptanbaugebiet für Äpfel und eines der größten Europas. Es liegt zwischen Hamburg und Stade, zu zwei Dritteln in Niedersachsen und zu einem Drittel in Hamburg. Zu 90 Prozent werden Äpfel angebaut, der Rest entfällt auf Kirschen, Birnen, Pflaumen sowie Erd- und Himbeeren. Rund 750 Obstbaubetriebe gibt es dort.