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Milliardenschwere Investition
Batteriezellen künftig aus Pfalz und Frankreich

 Die deutsche Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Marcron haben sich in der Fabrik des Batterieherstellers Saft im französischen Nersac ein Bild von der Produktionstechnik gemacht. Foto: Christian Böhmer/dpa
Die deutsche Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Marcron haben sich in der Fabrik des Batterieherstellers Saft im französischen Nersac ein Bild von der Produktionstechnik gemacht. Foto: Christian Böhmer/dpa FOTO: dpa / Christian Böhmer
Kaiserslautern/Nersac. Die Deutsch-Französische Batteriezellen-Produktion nimmt Formen an: Die beiden Länder sagten milliardenschwere Investitionen zu. In Kaiserslautern könnte es schon 2024 losgehen.

Im südfranzösischen Nersac haben Deutschland und Frankreich gemeinsam eine Pilotfertigung für Batteriezellen auf den Weg gebracht und milliardenschwere Investitionen für diesen Industriezweig zugesagt. Damit ist auch das geplante Batteriewerk in Kaiserslautern einen wichtigen Schritt näher gekommen. Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU), die gestern zusammen mit Frankreichs Präsidenten Emmanuel Marcron in der Fabrik des Batterieherstellers Saft war, nennt die Pilotfertigung einen „Vorläufer für die Serienfertigung“. Je schneller die Pilotanlage in Frankreich fertig sei, desto eher könne die Serienzellfertigung beginnen. Die Serienfertigung ist neben dem nordfranzösischen Douvrin, auch bei Opel in Kaiserslautern vorgesehen. Durch die Serienproduktion könnten in den beiden Ländern jeweils 2000 bis 2500 Arbeitsplätze geschaffen werden, sagt Marcron.

Total, dem Mutterkonzern des Batterieherstellers Saft, zufolge, solle die Pilotanlage bis 2023 fertig sein. Dafür werden rund 200 Millionen investiert. In Kaiserslautern könnte die Produktion dann schon 2024 starten, so der Plan.

Opel-Chef Michael Lohscheller erklärte in Rüsselsheim: „In Kaiserslautern bauen wir Deutschlands größtes Werk für Batteriezellen. Wir investieren gemeinsam mit unserem Partner Saft einen Milliardenbetrag und schaffen 2000 Arbeitsplätze.“



Hintergrund der Investition ist, dass EU-Länder unabhängiger von Batterieherstellern in Asien werden wollen, die die Preise anheben könnten „wie sie wollten“, warnte Macron. „Es ist seit der Schaffung von Airbus das erste Mal, dass wir eine industrielle Produktion dieser Größenordnung aufbauen“, ergänzte der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire mit Blick auf den europäischen Flugzeugbauer, der bedeutende Standorte in Deutschland und Frankreich hat.