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Änderungen im Bahnverkehr
Fahrplanwechsel: Schneller, öfter, weiter

Ein genauer Blick auf den Fahrplan ist ab diesem Sonntag ratsam. Der Fahrplanwechsel, der dann greift, bringt für Reisende einige Neuerungen und Verbesserungen mit sich.
Ein genauer Blick auf den Fahrplan ist ab diesem Sonntag ratsam. Der Fahrplanwechsel, der dann greift, bringt für Reisende einige Neuerungen und Verbesserungen mit sich. FOTO: dpa / Christoph Soeder
Mainz. An diesem Sonntag steht bei Bahnen und Bussen ein Fahrplanwechsel bevor. Der bringt in Rheinland-Pfalz einige Änderungen im Nah- und Fernverkehr. Nur im Norden tut sich wenig.

An diesem Sonntag, 9. Dezember, greift der übliche Fahrplanwechsel bei Bahnen und Bussen. Damit verbunden sind in Rheinland-Pfalz so manche Neuerungen und Verbesserungen für den Nah-, Regional- und Fernverkehr. Der Merkur fasst die wichtigsten Änderungen zusammen.

Engere Taktung der S-Bahnen



Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) wird bis Dezember 2020 nach und nach 14 zusätzliche S-Bahn-Züge einsetzen. Damit sollen die Tageszeiten, zu denen S-Bahnen im Netz im 15-Minuten-Takt fahren, ausgeweitet werden. Das betrifft unter anderem auch die nach Mainz verkehrende Linie 8. Bei der Rhein-Neckar-S-Bahn wird die Strecke der S6 zwischen Mainz und Mannheim bis nach Bensheim verlängert und ersetzt damit teilweise eine Regionalbahnlinie. Außerdem fahren S-Bahnen nun täglich im 30-Minuten-Takt zwischen Mainz und Mannheim. Für Pendler zum BASF-Werk: Die drei Bahnhöfe im Werk werden ab Ludwigshafen Hauptbahnhof tagsüber im Stundentakt bedient.

Neue durchgehende Verbindung von Mannheim nach Frankfurt

Die Regionalbahnlinien zwischen Mannheim und Mainz wird bis nach Frankfurt verlängert. Die im Zweistunden-Takt verkehrenden Linien RE4 und RE14 haben ihren Endhalt dann nicht mehr in Mainz. In der Gegenrichtung gilt dies zunächst nur für den RE14. In Verbindung mit einem RE2 aus Koblenz entsteht so nach Angaben des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (SPNV Süd) eine abendliche Umsteigeverbindung von Koblenz bis in den Rhein-Neckar-Raum.

Schneller nach Berlin, öfter nach Brüssel

Im Fernverkehr müssen Fahrgäste, die von Saarbrücken nach Berlin wollen, nicht mehr umsteigen. 20 Minuten schneller geht es dann auf der Direktverbindung, die um 6.43 Uhr ab Saarbrücken startet. Die bisherige Direktverbindung Saarbrücken-Dresden soll dann aber durch eine Umsteigeverbindung ersetzt werden.

Mehr Verbindungen zwischen Wiesbaden und Darmstadt

Die Hessische Landesbahn übernimmt die Regionalbahnlinie RB75 zwischen Wiesbaden und Darmstadt via Mainz und setzt neue Züge ein, die in der Hauptverkehrszeit bis zu 400 Sitzplätze mehr anbieten können. Wie der SPNV Süd mitteilte, verkehrt die RB dann zwischen Montag und Samstag im 30-Minuten-Takt. Auch im Früh- und Spätverkehr sowie in den Wochenendnächten gibt es zusätzliche Fahrten.

Schneller von Bad Kreuznach nach Wiesbaden

Neu ist eine morgendliche Direktverbindung zwischen Bad Kreuznach und Wiesbaden, bei der der Mainzer Hauptbahnhof nicht angefahren wird. So werde die Fahrtzeit zum Wiesbadener Hauptbahnhof verkürzt, teilte der Zweckverband SPNV Süd mit.

Wenig Änderungen im Norden von Rheinland-Pfalz

Im nördlichen Rheinland-Pfalz wird alles weitestgehend so bleiben, wie es ist. Der zuständige Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV Nord) wird seinen Fahrplan weitestgehend erhalten. „Es wird keine größeren relevanten Änderungen geben“, sagte ein Sprecher.