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Keine Hoffnung auf Rückkehr der Formel 1
Das neue Konzept: 24-Stunden-Rennen und „Rock am Ring“

Nürburg. (dpa) Nach umfangreichen Asphaltarbeiten im Winter auf der legendären Nordschleife startet der Nürburgring mit Motorsport und Musikfestivals in die neue Saison. Bereits in der vergangenen Woche hätten die Touristenfahrten für Besucher mit eigenen Autos begonnen, sagte der Chef der Rennstrecke in der Eifel, Mirco Markfort, gestern.

Das erste diesjährige Motorsportereignis, das Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft, beginnt am 23. März.

Zu den besonders beliebten Spektakeln 24-Stunden-Rennen und Truck-Grand-Prix qualmen die Reifen wieder vom 20. bis 23. Juni beziehungsweise vom 19. bis 21. Juli. Auch Radfahrer kommen auf ihre Kosten vom 26. bis 28. Juli beim Sportevent „Rad am Ring“.

Das traditionsreiche Musikfestival „Rock am Ring“ geht vom 7. bis 9. Juni unter anderem mit der Band Die Ärzte sowie Slipknot und Tool über die Bühne. Mit Blick auf die 70 000 Besucher im vergangenen Jahr – 17 000 weniger als 2017 – sagte Markfort, es gebe nun mit einem „super Line-up“ nach einem „schwächeren Jahr“ wieder die Chance auf ein volles Haus. Vom 21. bis 25. August folgt am Nürburgring zum dritten Mal das Festival „New Horizons“ mit verschiedensten Stilen der elektronischen Musik.



Ring-Chef Markfort betonte, es sei wirtschaftlich wichtig, dass die Rennstrecke verschiedene Veranstaltungen mit unterschiedlichem Publikum anbiete und somit zahlreiche Standbeine habe. Er ergänzte: „Wir sind ein gesundes mittelständisches Unternehmen, das tiefschwarze Zahlen schreibt.“ Die neue Asphaltierung von fast drei Kilometern Nordschleife und der Bau weiterer Fangzäune machten den historischen Rundkurs sicherer.

Weniger optimistisch äußerte sich Markfort zur abgewanderten Formel 1 – sie werde vorerst nicht an den Nürburgring zurückkehren. Es gebe derzeit „kein tragfähiges Modell“ mit dem Veranstalter und Formel-1-Besitzer Liberty Media für die Eifel. „Wir werden die Rahmenbedingungen beobachten“, ergänzte der Nürburgring-Geschäftsführer.

(dpa)