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Radikaler Konzernumbau
Commerzbank baut 2300 Stellen ab und schließt mehrere Filialen

Frankfurt. Nach der geplatzten Fusion mit der Deutschen Bank stemmt sich die Commerzbank mit einem radikalen Konzernumbau gegen die Niedrigzinsen und den scharfen Wettbewerb.

Zugleich stimmt das Geldhaus Millionen Kunden auf Gebührenerhöhungen ein. Die Bank werde „Preisänderungen vornehmen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Martin Zielke am Freitag in Frankfurt.. Am kostenlosen Girokonto für Privatkunden will die Commerzbank laut Zielke aber festhalten.

Der Aufsichtsrat des zweitgrößten deutschen Geldhauses hatte der neuen Strategie des Vorstands am Donnerstag zugestimmt, mit der die Commerzbank unterm Strich 2300 weitere Stellen streichen, die Kosten kräftig drücken und ein Fünftel ihrer rund 1000 Filialen schließen will. Wo genau die Zweigstellen gestrichen werden sollen, steht noch nicht fest. Die Gewerkschaft Verdi hat Widerstand angekündigt. Das Institut mit zuletzt 40 700 Vollzeitkräften verabschiedete sich vom Ziel, die Erträge in diesem Jahr zu steigern.