| 21:53 Uhr

Mitarbeiterzahl noch unklar
Boeing und Adient stellen Flugzeugsitze in der Pfalz her

Berlin/Kaiserslautern. Die beiden ausländischen Unternehmen gründen ein Technologiezentrum in Kaiserslautern.

Der Flugzeughersteller Boeing und der Autositze-Produzent Adient wollen künftig gemeinsam Flugzeugsitze entwickeln und produzieren. Dafür gründen sie das Joint Venture Adient Aerospace, dessen Zentrale ebenso wie das Technologiezentrum und das erste Produktionswerk in Kaiserslautern angesiedelt sein soll. Das teilten die Unternehmen gemeinsam mit.

Auf Kaiserslautern sei die Wahl gefallen, weil der Adient-Unternehmensbereich für Spezialsitze, die „Specialty Seating Group“, dort seine Zentrale und Entwicklung habe. Der Bereich ist für Auto, Lkw und Luftfahrt zuständig. Außerdem sei Kaiserslautern nur etwa eineinhalb Stunden vom Drehkreuz Frankfurt entfernt. Für den Start des Joint Ventures würden bestehende Gebäude genutzt. Wann es losgeht, hängt von den Genehmigungsbehörden ab. Zur Mitarbeiterzahl hieß es, die generelle Personalplanung sei noch nicht abgeschlossen.

Die Sitze sind für Boeing-Maschinen und für Flugzeuge anderer Hersteller gedacht. Das Kundenservicecenter des Joint Ventures, an dem Adient 50,01 Prozent hält, wird im US-amerikanischen Seattle angesiedelt. Laut Mitteilung erwarten Analysten, dass der Markt für kommerzielle Flugzeugsitze von etwa 4,5 Milliarden US-Dollar (etwa 3,67 Milliarden Euro) im vergangenen Jahr auf 6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 steigt.



Das US-Unternehmen Boeing kam im Jahr 2016 auf einen Umsatz von 94,6 Milliarden US-Dollar. Das irische Unternehemen Adient ist nach eigener Darstellung ein global führender Anbieter von Automobilsitzen. Insgesamt beschäftigt Adient 85 000 Mitarbeiter in 34 Ländern weltweit.

(dpa)