| 22:40 Uhr

Turbulenzen bei Gerry Weber
Modekonzern Gerry Weber macht heftige Verluste

Halle. Der kriselnde Modekonzern Gerry Weber muss nach vorläufigen Zahlen große Verluste in der Bilanz hinnehmen. Hohe Beratungskosten, Restrukturierungsmaßnahmen, außerplanmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen sorgen für einen Verlust von 148,1 Millionen Euro beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit). dpa

Dies teilte gestern das Unternehmen mit. Ohne diese Sondereffekte lag das Minus zum Ende des Geschäftsjahres 2017/2018 zum 31. Oktober bei 15,5 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte Gerry Weber bei dieser Kennzahl noch ein Plus von 10,3 Millionen Euro vermeldet. Der Umsatz lag mit 795 Millionen Euro zehn Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Modekonzern mit den Kernmarken Gerry Weber, Hallhuber, Samoon und Taifun hatte im November einen verschärften Sanierungskurs mit Stellen- und Filialabbau angekündigt. Weltweit sollen 900 von 6500 Arbeitsplätzen und 200 Filialen wegfallen.