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Berufsgenossenschaft mahnt zu mehr Vorsicht
Tödliche Unfälle auf dem Bau nehmen zu

Berlin. Nach einer Zunahme tödlicher Unfälle dringt die Berufsgenossenschaft darauf, Bauarbeiter besser gegen Abstürze zu sichern. Die Zahl der Arbeitsunfälle gehe in der Bau- und Reinigungsbranche insgesamt zwar zurück, 2017 seien dort aber mehr Menschen gestorben, sagte der Hauptgeschäftsführer der BG Bau, Klaus-Richard Bergmann. Von dpa

Rund 103 800 Arbeitsunfälle wurden 2017 gemeldet. Das waren etwa 1000 weniger als im Vorjahr und fast 18 500 weniger als noch vor einem Jahrzehnt. Ein Schwerpunkt seien Unfälle, bei denen Menschen fielen oder abstürzten – „auch schon aus geringen Höhen“, berichtete die Berufsgenossenschaft. Das passiere in jedem fünften Fall.

Solche Abstürze können tödlich enden. Bei Unfällen kamen in der Branche im vergangenen Jahr 88 Menschen ums Leben – 15 mehr als noch 2016. In vier von zehn tödlichen Unfällen waren Menschen abgestürzt. „Die Regeln und Vorschriften zum Schutz gegen Abstürze, wie Seitenschutz, Absperrungen an Arbeitsflächen, Fanggerüsten und Auffangnetzen müssen konsequent beachtet und umgesetzt werden“, forderte Bergmann. Grundsätzlich sieht er ein größeres Bewusstsein der Unternehmen für Sicherheit.

Arbeitgeber und zuständige Ärzte müssen Arbeitsunfälle spätestens dann der Berufsgenossenschaft melden, wenn Beschäftigte wegen einer Verletzung mindestens drei Tage nicht arbeiten können. Unfälle von Selbstständigen, die selbst Mitarbeiter haben, tauchen oft nicht in der Statistik auf, weil sie nicht Mitglied der Berufsgenossenschaft sein müssen.