| 23:35 Uhr

Landwirtschaft
Bauern: Weniger Geld aus Brüssel

Die Landwirte in der EU müssen sich ab 2021 auf eine geringere Förderung aus Brüsseler Töpfen einstellen.
Die Landwirte in der EU müssen sich ab 2021 auf eine geringere Förderung aus Brüsseler Töpfen einstellen. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Brüssel. Deutsche Landwirtschaftsbetriebe sollen im kommenden Jahrzehnt erheblich weniger Geld aus dem EU-Haushalt bekommen als bisher. Die EU-Kommission legte gestern Pläne vor, wonach für den Zeitraum von 2021 bis 2027 rund 41 Milliarden Euro zur Verfügung stehen.

Im derzeitigen EU-Finanzrahmen sind rund 44,1 Milliarden Euro verfügbar. Die Verteilung der Gelder soll zudem an eine ganze Reihe neuer Bedingungen geknüpft werden. Doch die EU-Staaten und das Europaparlament müssen zustimmen.

Ein Großteil des Geldes geht im Moment als Direktzahlung an die Bauern. Ein kleinerer Teil ist außerdem für die Entwicklung des ländlichen Raums abrufbar. Die Direktzahlungen richten sich in erster Linie nach der Größe der bewirtschafteten Fläche. Hierzulande erhält jeder Agrarbetrieb im Schnitt etwa 280 Euro pro Hektar an Direktzuschüssen. Ein Teil der Gelder ist außerdem an Umweltauflagen geknüpft. In Zukunft sollen die EU-Staaten nach dem Willen der EU-Kommission mehr Freiheiten bekommen, wie sie eine Reihe vorbestimmter Ziele erreichen wollen – etwa die Erhaltung der Natur, Klimaschutz, Wettbewerbsfähigkeit und die Wahrung der Lebensmittelqualität. Die Staaten sollen dazu jeweils nationale Pläne erstellen, die von der EU-Kommission genehmigt werden müssten.

Für die Direktzahlungen ist außerdem eine Obergrenze vorgesehen. Ab 60 000 Euro pro Betrieb sollen die Gelder reduziert und bei 100 000 Euro vollständig gekappt werden.