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Landwirtschaft
Bauern in Rheinland-Pfalz bei Getreide-Ernte bundesweit vorn

Berlin/Mainz. (dpa) Deutschlandweit haben einzig die Bauern in Rheinland-Pfalz im trockenen Hitzesommer 2018 keine Einbußen bei der Getreideernte hinnehmen müssen. Nach einer am Mittwoch von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) vorgestellten Übersicht übertraf die Erntemenge bei Getreide (ohne Körnermais) den Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2017 um drei Prozent.

Hingegen ging die Erntemenge im Bundesschnitt um 18,6 Prozent zurück. Am stärksten betroffen waren Schleswig-Holstein mit minus 33,7 Prozent und Brandenburg mit 30,2 Prozent. Im Saarland fiel die Erntemenge im Vergleich zum Durchschnittswert der drei Vorjahre um sechs Prozent niedriger aus.

Landwirte mit starken Einbußen sollen nach einer Entscheidung des Ministeriums mit staatlichen Nothilfen von Bund und Ländern über insgesamt 340 Millionen Euro unterstützt werden. Klöckner sprach zuletzt von Ernteschäden „nationalen Ausmaßes“.

Der Hektarertrag der Getreidebauern zwischen Pfalz und Westerwald stieg im Vergleich zu den Jahren 2015 bis 2017 um 5,4 Prozent. Diesen Wert erreichte auch das Saarland, während es bundesweit um 15,8 Prozent nach unten ging. Beim Winterraps hatten auch die Bauern in Rheinland-Pfalz Einbußen hinzunehmen: Der Hektarertrag sank um 4,5 Prozent, im Saarland um 6,7 Prozent und im Bundesschnitt um 15,7 Prozent.