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BASF Ludwigshafen
BASF baut Partnerschaft mit Sinopec aus

Ludwigshafen. Der Chemiekonzern BASF will die Zusammenarbeit mit dem chinesischen Erdgas- und Mineralölkonzern Sinopec in Zukunft weiter ausbauen. Unter anderem beabsichtigen die beiden Unternehmen, eine zusätzliche Großanlage mit einer Jahreskapazität von einer Million Tonnen Ethylen im chinesischen Nanjing zu errichten, wie BASF in Ludwigshafen mitteilte.

Eine vorläufige Machbarkeitsstudie soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Ethylen ist unter anderem ein wichtiger Ausgangsstoff für verschiedene Kunststoffe. Zudem wollen beide Unternehmen neue Geschäftsmöglichkeiten in Chinas schnell wachsendem Markt für Batteriematerialien ausloten.

BASF und Sinopec betreiben bereits seit dem Jahr 2000 das Gemeinschaftsunternehmen BASF-YPC, welches im vergangenen Jahr mit knapp 1900 Mitarbeitern auf einen Umsatz von rund 21 Milliarden chinesische Yuan (2,65 Milliarden Euro) kam. Der Petrochemie-Standort in Nanjing, der rund 300 Kilometer von Shanghai entfernt ist, produziert jährlich rund drei Millionen Tonnen hochwertiger Chemikalien und Polymere für den chinesischen Markt.

Im Sommer hatte BASF-Chef Martin Brudermüller angekündigt, nach Pekings jüngsten Reformen eine Milliardeninvestition in Südchina zu planen. Anders als in früheren Tagen dürfen ausländische Unternehmen Großprojekte in China seit kurzem auch in Eigenregie bauen und betreiben. Die Ludwigshafener schätzen die Investitionssumme bis zum Abschluss des neuen Verbundstandorts um 2030 herum auf bis zu zehn Milliarden US-Dollar. Es wäre für BASF die größte Investition in der Geschichte des Unternehmens.