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Aufsicht schließt Noa-Bank für Kundenverkehr

Bonn. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat gestern gegenüber der Noa-Bank ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen. Außerdem sei angeordnet worden, die Bank für den Verkehr mit der Kundschaft zu schließen, teilte die BaFin am Abend mit. Zudem sei ein Moratorium über die Bank angeordnet worden

Bonn. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat gestern gegenüber der Noa-Bank ein Veräußerungs- und Zahlungsverbot erlassen. Außerdem sei angeordnet worden, die Bank für den Verkehr mit der Kundschaft zu schließen, teilte die BaFin am Abend mit. Zudem sei ein Moratorium über die Bank angeordnet worden. Damit werde dem Institut untersagt, Zahlungen entgegenzunehmen, die nicht zur Tilgung von Schulden ihm gegenüber bestimmt sind. Man habe das Moratorium anordnen müssen, um die verbliebenen Vermögenswerte zu sichern, teilte die BaFin zur Begründung mit. Dem Institut hätten nach dem Insolvenzantrag der zum Konzern gehörigen noa Factoring AG die Zahlungsunfähigkeit und die Überschuldung gedroht. Die Maßnahmen seien sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig, hieß es weiter. Laut BaFin hat die Noa-Bank GmbH & Co. KG mit Sitz in Düsseldorf keine systemische Relevanz. Die Bilanzsumme der Bank belaufe sich zum 17. August auf rund 179,2 Millionen Euro. Das Institut weise zu diesem Datum Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von rund 172,1 Millionen Euro aus. Wie es weiter hieß, sind die Einlagen der Kunden der Noa-Bank im Rahmen des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes geschützt. Der gesetzliche Entschädigungsanspruch jedes berechtigten Bankkunden sei pro Einleger begrenzt auf den Gegenwert von 50 000 Euro. Die Factoring-Tochter der Bank hatte gestern Insolvenz angemeldet. Bereits Ende Juni hatte die BaFin der erst im November 2009 in Deutschland an den Markt gegangenen Bank das Einlagen- und Kreditgeschäft untersagt. Grund war laut einem Zeitungsbericht mangelndes Eigenkapital. ddp