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Arbeitsmarkt
Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz höher als vor einem Jahr

mAINZ. Im November waren 93 600 Rheinland-Pfälzer arbeitslos gemeldet. Vor allem Menschen mit schwerer Behinderung müssen teils lange auf neuen Job warten. dpa

 Die Zahl der Arbeitslosen an Rhein, Mosel und Nahe ist im November im Monatsvergleich leicht zurückgegangen. Sie war aber höher als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion der Arbeitsagentur am Freitag in Saarbrücken mitteilte.

Landesweit waren demnach rund 93 600 Menschen arbeitslos gemeldet.

Im Vergleich zum Oktober waren das rund 1000 oder 1,1 Prozent weniger, aber 2700 oder 2,9 Prozent mehr als im November 2018. Die Arbeitslosenquote blieb im November unverändert bei 4,2 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 4,1 Prozent.



Zwar hätten die Betriebe in den vergangenen vier Wochen wieder mehr offene Stellen in Rheinland-Pfalz gemeldet, erklärte die Agentur. „Insgesamt ist der Stellenzugang seit Jahresbeginn jedoch rückläufig. Unternehmen halten in der Regel vor allem qualifizierte Beschäftigte, sind aber zurückhaltender bei Neueinstellungen.“

Bei der Arbeitsagentur waren im November insgesamt rund 37 700 offene Arbeitsplätze gemeldet, 3900 weniger als ein Jahr zuvor. Die meisten Stellen gab es bei der Zeitarbeit (11 520), im Handel (4020) sowie im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen (3730).

Anlässlich einer für Anfang Dezember geplanten Aktionswoche für Menschen mit Behinderungen stellte die Agentur fest, dass unter allen Menschen ohne Job der Anteil schwerbehinderter Frauen und Männer zuletzt gestiegen ist.

Im November waren demnach 6100 Betroffene arbeitssuchend, rund 100 oder 2,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Menschen mit einer schweren Behinderung sind im Durchschnitt deutlich länger arbeitslos als andere nach Arbeit Suchende. „Im Jahr 2018 dauerte es durchschnittlich 346 Tage, bis ein Arbeitsloser mit Behinderung die Arbeitslosigkeit beenden konnte“, teilte die Agentur weiter mit. „Nicht-schwerbehinderte Arbeitslose waren dagegen 235 Tage arbeitslos.“