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Arbeitslosenzahl weiter gesunken

Saarbrücken/Mainz. Die Wirtschaft brummt und die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz sinkt. Die Firmen suchen mehr Mitarbeiter, die Zahl der festen Jobs steigt. Agentur

Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist dank des Frühjahrsaufschwungs auf den niedrigsten Mai-Wert seit 24 Jahren gesunken. Die Zahl der Jobsucher ging im Vergleich zum Vormonat um 81 000 auf 2,762 Millionen zurück, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag mitteilte. Dadurch sank die Arbeitslosenquote um 0,2 Punkte auf 6,3 Prozent. Ähnlich stark war die Mai-Arbeitslosigkeit im Schnitt der vergangenen drei Jahre zurückgegangen. "Obwohl sich das Wirtschaftswachstum zuletzt etwas abgeschwächt hat, entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiterhin günstig", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise.

Auch die Arbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz ist weiter gesunken. Die Arbeitslosenquote fiel von 5,3 Prozent im April auf 5,1 Prozent im Mai, wie die Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesarbeitsagentur am Dienstag mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Quote bei 5,3 Prozent gelegen.

Somit waren nun im Mai rund 110 961 Frauen und Männer im Land ohne Job - 3683 oder 3,2 Prozent weniger als vier Wochen zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Arbeitslosen um 3873 oder 3,4 Prozent. Die Nachfrage der Unternehmen nach zusätzlichen Mitarbeitern erhöhte sich binnen Jahresfrist leicht. Seit Januar meldeten sie laut Regionaldirektion 41 800 neue Stellenangebote. Das waren 500 oder 1,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im März 2015 - das ist der aktuelle Datenstand - mit 1,33 Millionen Beschäftigten 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bundesweit gab es hier einen Zuwachs von 1,8 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz sank nach Angaben der Regionaldirektion. So gab es im Mai 10 900 Arbeitslose unter 25 Jahren. Das waren 600 oder 5,1 Prozent weniger als vier Wochen zuvor - und 500 oder 4,6 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Seit Oktober 2014 schalteten 24 400 junge Menschen die Agenturen für Arbeit bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle ein. Das waren 600 oder 2,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Zugleich sank die Zahl der Ausbildungsplätze um 200 oder 1,0 Prozent auf 22 700.