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Airport Hahn drohen Konsequenzen wegen Flugsteuer

Hahn/Frankfurt/Main. Der irische Billigflieger Ryanair will am morgigen Mittwoch seine Reaktion auf die Einführung der Luftverkehrsabgabe in Deutschland vorstellen. Bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main sollen dabei vor allem die Folgen für den Hunsrück-Flughafen Hahn im Blickpunkt stehen, wie die Airline gestern mitteilte. Näheres wurde dazu zunächst nicht bekannt Von dpa-Mitarbeiter Tobias Goerke

Hahn/Frankfurt/Main. Der irische Billigflieger Ryanair will am morgigen Mittwoch seine Reaktion auf die Einführung der Luftverkehrsabgabe in Deutschland vorstellen. Bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main sollen dabei vor allem die Folgen für den Hunsrück-Flughafen Hahn im Blickpunkt stehen, wie die Airline gestern mitteilte. Näheres wurde dazu zunächst nicht bekannt. Die Flughafengesellschaft an der deutschen Ryanair-Basis hielt sich bedeckt. "Wir werden bis zum Mittwoch abwarten, bevor wir uns äußern", sagte eine Sprecherin der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH. Mit etwa 3,8 Millionen Fluggästen 2009 zählt der Airport zu den wichtigsten Regionalflughäfen in Deutschland. Größte Passagier-Airline ist Ryanair. Doch die Iren hatten erklärt, die neue Steuer könne zu Streichungen einzelner der bisher 174 Verbindungen von den Flughäfen Frankfurt (Hahn), Düsseldorf (Weeze) und Bremen führen. Auch der Flughafenbetreiber am Hahn hatte die Abgabe von bis zu 45 Euro pro Ticket wiederholt kritisiert und eine Verlagerung der Passagierströme ins benachbarte Ausland vorausgesagt. Einen Bericht, nach dem Ryanair von derzeit zehn Maschinen am Hahn bis zu vier abziehen will, wollte er weder bestätigen noch dementieren. Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium hatte nach eigenen Angaben gestern zunächst keine näheren Erkenntnisse zu den Plänen der irischen Fluggesellschaft. "Wir warten mal ab, was Ryanair sich da vornimmt. Bewerten können wir das erst hinterher", sagte ein Ministeriumssprecher in Mainz und fügte hinzu: "Wir haben seit dem Sommer vor negativen Auswirkungen der Luftverkehrsabgabe gewarnt." Das Land hält 82,5 Prozent der Anteile an der Flughafengesellschaft. Sie hatte vor wenigen Wochen wegen der neuen Steuer den Terminalausbau gestoppt. Die Abgabe gilt bereits bei Buchungen für Abflüge vom 1. Januar 2011 an. Die nach Entfernung in drei Stufen gestaffelte Abgabe soll jährlich eine Milliarde Euro zur Haushaltskonsolidierung einbringen.