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Katholischer Kirchenchor Stambach
Weihnachtliche Klänge zum Jubiläum

Zum Jubiläumskonzert hatte der katholische Kirchenchor Stambach eingeladen und die Kirche war auch auf dem letzten Platz besetzt.
Zum Jubiläumskonzert hatte der katholische Kirchenchor Stambach eingeladen und die Kirche war auch auf dem letzten Platz besetzt. FOTO: Picasa / Margarete Lehmann
Stambach. Der katholische Kirchenchor feierte seinen 70. Geburtstag in Stambach. Zu Gast waren auch die Sternsinger und der Pirminuschor. Von Peter Fromann

70 ereignisreiche Jahre liegen hinter dem katholischen Kirchenchor in Stambach (wir berichteten). 1948 wurde er als reiner Männerchor gegründet, 1978, also vor genau 40 Jahren, fusionierten Männerchor und Frauenchor zu einem Gemischten Chor und heute, 2018, sprüht der Chor vor Energie und feiert sein 70-jähriges Bestehen mit über 30 aktiven Chormitgliedern, zusammen mit einem jüngst gegründeten Projektchor. Seit der Fusionierung leitet Organist Peter Schwalbach den Chor.

Der Chor spiegelt die Geschichte der Kirche, denn schon vor ihrer Grundsteinlegung 1950 wurde in der damaligen Notkirche gesungen. Kirche und Chor gehören seit Anbeginn unverbrüchlich zusammen. Dafür spricht, dass der Chor nach einem dreijährigen Interregnum mit wechselnden Chorleitern nach dem Tod des Gründungschorleiters Wilhelm Schlachter lediglich zwei Chorleiter „gebraucht“ hat. Jetzt zum Jubiläumskonzert war die Kirche auch auf dem letzten Platz besetzt mit rund 400 Besuchern. Lena Ziehl, die dem Chor 24 Jahre vorstand, sagte: „Ich bin begeistert von dem neuen Schwung, den unser Chor in den letzten Jahren gefunden hat, wobei uns unsere Band mit Carolin Sefrin, Klavier und Sopran, Tim Sefrin, Saxophon, Felix Pohl, Trompete und Bass, Sebastian Schwalbach, Percussion, stets bei besonderen Anlässen wunderbar unterstützt.“ So auch beim Jubiläumskonzert.

Das Repertoire ist weit gefächert, umfasst geistliche und weltliche Werke. Das Jubiläumskonzert moderierte Pfarrer Johannes Müller ausführlich mit Ausflügen in das reale politische Geschehen der Chorumwelt mit all ihren Niederungen und Höhen.



Die Orgel spielte Gerhard Jentschke als Chorbegleiter vortrefflich. Ein Präludium von Johann Sebastian Bach brachte er eindrucksvoll zu Gehör.

Das Konzert umfasste beinahe ausschließlich weihnachtliche Musik. Zu Beginn sangen die Sternsinger aus Contwig und Stambach, bunt gekleidet, ein Liedchen zur Einstimmung.

Ins Konzert integriert sang der Pirminiuschor der Heinrich Kimmle Stiftung „Stern über Bethlehem“ mit einem weithin schallenden Halleluja. Enthusiastischer Beifall folgte. Vom Altarbereich aus wie auch von der Empore herab erklangen Weihnachtslieder in bunter Folge ohne Tadel schwungvoll und engagiert gesungen. Dazwischen Orgel und Trompete mit der „Trumpet Aria“ von Georg Philipp Telemann, ein Glanzpunkt des Konzertes. Mit „Stern in dunkler Nacht“ begann der Chor, mit „Süßer die Glocken nie klingen“, von allen gesungen, endete das zweistündige abwechslungsreiche und profunde Konzert. Die dritte Strophe fasst es treffend zusammen: „Klinget mit lieblichem Klange über die Meere noch weit, dass sich erfreuen doch alle seliger Weihnachtszeit“. Die fünfköpfige Familie Schmidt aus Busenberg sagte: „Unser Sohn Dominic, er ist 22 Jahre, singt mit Begeisterung im Kimmlechor, deswegen sind wir natürlich alle hier.“ Monika Bruck, wortwörtlich bewegt, meinte: „Ich liebe sehr rhythmische Musik. Ich komme aus Oberbayern und habe früher entsprechend in Jugendgruppen gearbeitet. Jetzt bin ich seit 16 Jahren in Stambach und besuche gern Konzerte wie dieses heute. Ich bin sehr angetan von den Chören und freue mich hier zu sein.“