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Fußball
U21 wird zur Wohlfühloase der Bankdrücker

Braunschweig. (sid) Bei Schalke nur Bankdrücker, im DFB-Trikot plötzlich Matchwinner: Arm in Arm schritten Schlussmann Alexander Nübel und Torschütze Cedric Teuchert nach dem klaren 3:0 (2:0) der deutschen U21-Nationalmannschaft gegen Israel in Richtung Kabine. Dort hockte bereits der Mainzer Levin Öztunali, der das EM-Qualifikationsspiel ebenfalls mit einem Treffer für Werbung in eigener Sache genutzt hatte. Drei Spieler, eine Geschichte: Für die Bankdrücker der Bundesliga wird die deutsche U21 regelmäßig zur „Wohlfühloase“.

„Die Jungs mit wenig Spielpraxis können bei uns zeigen, was sie drauf haben. Sie kommen hier aus ihrem normalen Trott raus“, sagte DFB-Trainer Stefan Kuntz über die Ausrufezeichen der Teilzeitarbeiter. Immerhin fünf Spieler des aktuellen DFB-Kaders warten noch auf ihr Bundesligadebüt. Hinzu kommen Akteure wie Schlussmann Nübel, der bei Schalke ganze zwei Minuten zwischen den Pfosten stand. Für die U21 hat Nübel dagegen schon sieben Länderspiele absolviert.

Auch gegen Israel war Nübel zur Stelle, als er gebraucht wurde. „Dafür bin ich ja da. Ein paar Bälle muss ich ja halten, sonst wäre ich nicht hier“, sagte der Torhüter zu seinen zwei starken Paraden vor der Pause. Am Dienstag (18.45 Uhr/Sky Sort News HD) im Kosovo wird Nübel allerdings dem Mainzer Florian Müller Platz machen müssen, so ist es mit Kuntz abgesprochen. Und dennoch: „Die ganze Mannschaft ist froh, Alex in der Kiste zu haben“, meinte Clubkollege Teuchert.

Teuchert ist ein ganz ähnlicher Fall: In der Winterpause war der Torjäger vom 1. FC Nürnberg nach Schalke gewechselt, hat dort aber in der Liga noch keine Minute gespielt. In der U21 kommt er dagegen auf jetzt schon drei Tore in vier Spielen. „Hier bekomme ich Spielpraxis, die ich zur Zeit bei Schalke leider nicht so bekomme. Deswegen bin ich froh, hier meine Minuten zu machen“, sagte Teuchert.