| 23:20 Uhr

Messerattacke in Saarbrücken
Mann kommt mit Stichwunden zur Polizei

Saarbrücken. Gleich zweimal waren Fahnder in der Nacht auf Samstag (11. August) mit einer blutigen Auseinandersetzung in der Saarbrücker City konfrontiert. Von Matthias Zimmermann

Einen Streit zwischen jungen Syrern ist in der Nacht auf Samstag eskaliert. Dabei erlitt ein 23-Jähriger gefährliche Stichverletzungen.

Wie ein Sprecher der St. Johanner Polizeiinspektion berichtet, mussten seine Kollegen gleich zwei Mal eingreifen. Der erste Notruf erreichte sie kurz nach Mitternacht, als zwei verfeindete Gruppen an der Freitreppe am Saarbrücker Saarufer aneinander gerieten. Die 15- bis 24 Jahre alten Beteiligten prügelten sich. Dabei sollen zwei von ihnen mit einer Flasche verletzt worden sein, mit der auf sie eingeschlagen worden war. Beamte entdeckten später die Scherben am Tatort. Einer der mutmaßlichen Täter soll ein Messer dabei gehabt haben.

Trotz Verletzungen ließen sich die beiden Opfer nicht ärztlich versorgen. Außerdem schwiegen sie gegenüber der Polizei ebenso wie jene, die bei der Schlägerei dabei waren, darüber, was Auslöser des Streits war. Sie machten auch keine Angaben zu den Beteiligten und deren genauer Anzahl.



Es sollte nicht bei dieser einen blutigen Auseinandersetzung bleiben, wie sich wenig später herausstellte. Gegen 1.20 Uhr erschienen zwei Männer, ebenfalls Syrer, auf der Wache in St. Johann. Einer der beiden 23-Jährigen hatte nach dessen Aussage bei einer Messerattacke schwere Verletzungen davongetragen. Demnach hatte der Angreifer mit der scharfen Waffe auf dessen Oberkörper gezielt. „Die Wunden waren mehr als nur oberflächlich“, ergänzt ein Polizeisprecher. Das Opfer kam ins Krankenhaus, soll aber keine lebensgefährlichen Verletzungen erlitten haben. Sein Kompagnon wurde leicht verletzt. Wie es zu dem Streit kam? Die Beiden berichteten, sie seien unmittelbar nach der ersten Konfrontation von zwei Männern auf die Schlägerei angesprochen worden. Dann schlugen die Täter zuerst mit einem Holzpfosten auf die Opfer ein, dann zückte einer der Polizei bislang Unbekannten das Messer. Die Ermittler gehen davon aus, dass zwischen beiden Übergriffen ein Zusammenhang besteht. Allerdings gab es auch nach der zweiten Bluttat kaum verwertbare Angaben dazu.

Zeugen: Tel. (06 81) 9 32 12 33.