| 23:30 Uhr

Kriminalität
Polizei warnt vor der „Chef-Masche“

Mainz. () Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA) warnt Unternehmen vor der „Chef-Masche“. 204 Firmen, Vereine und Institutionen im Land seien bereits ins Visier der Betrüger geraten, so die Behörde gestern. In einem bayerischen Ermittlungsverfahren waren über 10 000 E-Mail-Adressen potenzieller Opfer aus Deutschland aufgetaucht. Darunter sind laut LKA auch 423 Adressen rheinland-pfälzischer Firmen, sozialer Einrichtungen oder Sportvereine. Das LKA hat die betroffenen Unternehmen und Vereine gewarnt.

() Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz (LKA) warnt Unternehmen vor der „Chef-Masche“. 204 Firmen, Vereine und Institutionen im Land seien bereits ins Visier der Betrüger geraten, so die Behörde gestern. In einem bayerischen Ermittlungsverfahren waren über 10 000 E-Mail-Adressen potenzieller Opfer aus Deutschland aufgetaucht. Darunter sind laut LKA auch 423 Adressen rheinland-pfälzischer Firmen, sozialer Einrichtungen oder Sportvereine. Das LKA hat die betroffenen Unternehmen und Vereine gewarnt.

Die „Chef-Masche“, auch „CEO-Fraud“ oder „Chefbetrug“ genannt, ist eine bundesweites Masche, bei der sich die Betrüger als Geschäftsführer einer Firma ausgeben. Sie informieren sich in Werbebroschüren, Handelsregistern oder sozialen Netzwerken über Unternehmen und deren Mitarbeiter. Überweisungsberechtigte Mitarbeiter werden durch verschleierte Kommunikation ausfindig gemacht und getäuscht: Per Telefon oder gefälschter E-Mail bittet der vermeintliche Geschäftsführer sie, eine fünf- bis achtstellige Summe für eine Unternehmensübernahme oder eine Investition im Ausland zu überweisen. Alternativ übersenden die Betrüger erfundene Rechnungen angeblicher Geschäftspartner per elektronischer Post an die Mitarbeiter der Buchhaltung mit Bitte um Überweisung einer größeren Summe.

(dpa)