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Sportpolitik
Nordkorea will Delegation zu Olympia schicken

Pjöngjang. Nordkoreas Diktator Kim Jong-Un hat Signale für die Entsendung von Athleten zu den Olympischen Spielen in Südkorea gesendet.

40 Tage vor dem Start der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang scheinen die Fronten auf der koreanischen Halbinsel ein wenig aufzuweichen, die Hoffnung auf sichere Spiele wächst. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un ist auf Tuchfühlung zum verfeindeten Süden gegangen und hat Signale für die Teilnahme nordkoreanischer Athleten in Pyeongchang gesendet. Dies wäre ein guter Zeitpunkt, um „die Einheit des Volkes“ zu demonstrieren, sagte Kim in seiner Neujahrsansprache.

Er hoffe trotz der heftigen politischen Spannungen auf der Halbinsel, dass „die Winterspiele erfolgreich ausgetragen werden“, sagte Kim. „Wir sollten die militärischen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel abbauen, um ein friedliches Umfeld zu schaffen“, sagte er: „Der Norden und der Süden sollten sich beide bemühen. Wir sind bereit, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, einschließlich der Entsendung unserer Delegation.“

Südkoreas Regierung antwortete positiv auf den versöhnlichen Vorschlag: „Wir heißen das willkommen“, hieß es: „Wenn die Olympischen Spiele erfolgreich durchgeführt werden, wird das nicht nur auf der koreanischen Halbinsel, sondern in der ganzen Welt zum Frieden beitragen.“ Auch der Chef der Olympischen Winterspiele 2018, Lee Hee-boem, begrüßte das Vorhaben: „Wir unterstützen den Vorschlag sehr“, sagte er: „Wir haben uns darauf vorbereitet, dass Nordkorea schließlich an den Spielen teilnehmen wird.“ Alle Athleten, einschließlich der Nordkoreaner, würden sich während des Aufenthalts in Pyeongchang wie zu Hause fühlen, sagte Lee.



Zuletzt hatten die nicht genehmigten Raketentests Nordkoreas Ende November für eine Verschärfung des Konflikts mit US-Präsident Donald Trump gesorgt. Zahlreiche Athleten äußerten zudem Sorgen über die Sicherheit in Pyeongchang, das nur 80 Kilometer von der Grenze zum Norden entfernt liegt.