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Nach Unfall mit fünf Toten auf Bahnübergang: Obduktion angeordnet

Monzingen. Nach dem Horrorunfall mit fünf Toten auf einem Bahnübergang nahe Bad Kreuznach wird die Leiche des Autofahrers gerichtsmedizinisch untersucht. Damit solle ausgeschlossen werden, dass eine dritte Person mit dem Unfall zu tun haben könnte, etwa über K.-o.-Tropfen, sagte gestern ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach. Agentur

Das Obduktionsergebnis könnte Ende dieser Woche vorliegen, hieß es.

Ein Zug hatte am frühen Samstagmorgen das Auto auf dem Bahnübergang in dem 1600-Einwohner-Ort Monzingen mit voller Wucht erfasst und in Stücke gerissen. In dem Wagen starben fünf junge Männer im Alter von 16 bis 23 Jahren (wir berichteten). Auch gestern war noch unklar, warum es zu dem Unfall kam. Derzeit prüfen Gutachter, ob ein technischer Defekt an den Bahnschranken vorlag. Das könne allerdings noch Wochen dauern, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der Lokführer habe ausgesagt, dass die Schranken unten gewesen seien.

Der Zug gehört zu einem privaten Bahnunternehmen und war auf der Strecke Saarbrücken-Mainz-Frankfurt in hohem Tempo unterwegs gewesen. Das Unternehmen sprach den Angehörigen und Freunden sein tiefes Mitgefühl aus. Der Lokführer hatte einen Schock erlitten und war in ein Krankenhaus gebracht worden.