| 23:19 Uhr

Landau kann ein wenig aufatmen

 Das Landauer Trümmerfeld, aufgenommen am Samstag. Der Umkreis des Brandorts bleibt gesperrt. Foto: Stadt Landau in der pfalz/dpa
Das Landauer Trümmerfeld, aufgenommen am Samstag. Der Umkreis des Brandorts bleibt gesperrt. Foto: Stadt Landau in der pfalz/dpa FOTO: Stadt Landau in der pfalz/dpa
Landau. Das Feuer ist aus, das krebserregende Asbest unter Kontrolle. Jetzt überlegen die Behörden in Landau, wie es sicher entsorgt werden kann.

Zwei Tage hat die Feuerwehr zum Löschen des Großbrandes in einem Landauer Holzhandel gebraucht: "Das Feuer ist aus", erklärte Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch (CDU ) am Samstagmittag. Die Behörden hoben die Warnung vor krebserregendem Asbest teilweise auf. Das Feuer war am Donnerstagnachmittag in der Lagerhalle des Betriebs ausgebrochen (wir berichteten), das Gebäude wurde komplett zerstört, der Sachschaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Die Brandursache nach Angaben der Polizei weiter unklar.

Die Umgebung des Brandortes muss in einem Bereich von 200 Metern wegen gefährlichem Asbeststaub gesperrt bleiben, wie eine Stadtsprecherin sagte. Angrenzende Straßen sollten am Samstag jedoch wieder für den Verkehr freigegeben werden. In der weiteren Umgebung dürften außerdem Obst und Gemüse aus dem Garten wieder gegessen werden, wie Proben ergaben. Die Warnung vor Gartenarbeit gilt seit Samstag ebenfalls nicht mehr. Das Asbest war bei dem Brand aus dem Dach der Halle freigesetzt worden.

Bei den im Kreis Südliche Weinstraße genommenen Proben besteht laut Stadt kein Asbestverdacht. Demnach handelt es sich bei den entdeckten Brandrückständen um Teile der auf dem Dach der Lagerhalle montierten Photovoltaikanlage. Diese sei wegen der großen Hitze des Feuers explodiert, der Wind habe Vliese und Dämmmaterial weit verstreut. Die Reste könnten in den Müll entsorgt werden.



Das Asbest ist in einem Bereich von 200 Metern um die Brandstelle verteilt. Die Feuerwehr beriesele das Gebiet mit Wasser, um zu verhindern, dass Asbeststaub aufgewirbelt wird. Das Areal darf vorläufig nicht betreten werden. "Deshalb bleiben die Betriebe in dem Sperrgebiet zu", sagte die Stadtsprecherin. Die betroffenen 20 Firmen waren bereits am Donnerstag geschlossen und die Mitarbeiter nach Hause geschickt worden.

Heute wolle die Stadt mit der Gewerbeaufsicht und den Betrieben über das weitere Vorgehen reden, kündigte die Sprecherin an. Darüber hinaus will die Kommune Pläne zur Dekontamination des Geländes vorstellen.