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Kammerchor Zweibrücken
Kammerchor zeigt sich in Hochform

 Der Kammerchor gab ein Konzert in der Friedenskirche.
Der Kammerchor gab ein Konzert in der Friedenskirche. FOTO: Margarete Lehmann / Picasa
Ixheim. Konzert in der Friedenskirche war gut besucht. Auch zeitgenössische Werke standen auf dem Programm. Von Peter Fromann

Chorleiterin Dorothea Jakob hatte beim Konzert des Kammerchors in der Friedenskirche einen erstklassigen Unterstützer: die fast perfekte Akustik in der Friedenkirche. Kein Ton ging verloren, kein Nachhall führte zu Tonsalat. Es musste nur noch gut gesungen werden – und das gelang bestens.

Den Kammerchor gründete Koen van der Meer; seit 2014 leitet ihn Dorothea Jakob. Weltliches und Geistliches aus mehreren Jahrhunderten hat sie schon mit dem Chor einstudiert. Sie selbst gibt Liederabende und sang auch schon in Oratorien. Der Kammerchor bereitet gerade die Johannespassion von Johann Sebastian Bach vor. Beim Konzert am Sonntag ging es um geistliche Werke aus dem 15. bis ins 20. Jahrhundert.

Zwischendurch spielte Gerhard Jentschke auf der Orgel Werke von Buxtehude, Rheinberger und Jean Marie Plum. Wobei die Cantilene aus der Orgelsonate Nr. 11 von Rheinberger in Zartheit, Melodie und Ausdruck schönste Akzente setzte. Der Chor mit über 20 Sängern fand schnell zu gewohnter hoher Qualität. Felix Mendelssohn-Bartholdy bot mit „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ beste Gelegenheit, Sangeskunst zu dokumentieren. Nach leicht zögerndem Beginn schöner Ausdruck mit perfekten Einsätzen und viel Ausdruck. Vor allem auch in deutscher Sprache, die folgenden Werke überwiegend in Latein und Englisch, was weniger Sprachbegabten den Genuss sicher etwas erschwerte. Das Programmheft bot allerdings einige Übersetzungen an. Es waren schwierige Chor-Partien zu meistern, doch der Zusammenklang gelang immer reibungslos, das Klangbild unverzerrt, viel Ausdruck in Höhen und Tiefen, die Klangbögen weit gespannt, das Volumen reich.



Nach bekannten Komponisten, standen auch weniger bekannte, modernere wie Skempton, Miskinis, Sisask oder Kedrov auf dem Programm. Wer auch immer beim Konzert sein Können bot, Sänger wie Komponist, die Zuhörer ließen sich begeistern; inzwischen ist der Kammerchor ja auch zu einer festen Größe herangewachsen. Giselheid Stein bemerkte: „ein fantastisches Konzert, ein wirklicher Genuss“. Christel Haag sagte: „Ich empfand es als eine vollendete Harmonie“.