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Imkerverein Zweibrücken
Imker sind so fleißig wie ihre Bienen

Der kleine Jakob staunt über die vielen arbeitenden Bienen, die ihm Vorsitzender Michael Kiefer zeigt.
Der kleine Jakob staunt über die vielen arbeitenden Bienen, die ihm Vorsitzender Michael Kiefer zeigt. FOTO: Margarete Lehmann / Picasa
Zweibrücken. Zweibrücker Verein lud zum Sommerfest bei schönstem Wetter ins Imkerheim. Auch die Naturschutzjugend war zu Gast.

Bienenfleiß zahlt sich aus, für uns Menschen, nicht aber für die Bienen. Denen nimmt man den Honig weg und stellt sie mit Zuckerwasser ruhig. Und damit sind ganz und gar zufrieden. Am Sonntag war das Sommerfest der Zweibrücker Imker, mit dabei wieder die Naju, die Jugend des Nabu. Honig gab es zu kaufen und auch zu probieren. Überhaupt, für Essen und Trinken war reichlich gesorgt. „Der Verein betreut auf seinem Vereinsgelände heuer 20 Völker, vier eigene und 16 der Neuimker. „Die geschleuderte Honigmenge überstieg dieses Jahr deutlich die Erwartungen“, berichtet der Vorsitzende Michael Kiefer. „Für das nächste haben sich schon ein Dutzend Anwärter für Neuimker gemeldet“. Das heißt auch, die Mitgliederzahl des Vereins nimmt ständig zu. Also beste Aussichten für die Zukunft. Dass der Bienenbestand stetig abnimmt, könne er nicht bestätigen, während Wildbienen weniger geworden seien. Die Welt wäre ohne die Bienen sehr arm dran, denn vor allem sorgen sie über die Honigproduktion hinaus für die Bestäubung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen, ihre ökonomische Bedeutung ist riesig. Und wahrscheinlich half der Honig als wertvolles Nahrungsmittel den frühen Menschen wortwörtlich auf die Beine. Die Honigbiene ist ein großes „kleines Wunder“. „Der Imkerverein Zweibrücken und Umgebung besteht seit 1862 und konnte im März 2012 sein 150-jähriges Gründungsjubiläum feiern. Er hat zurzeit 99 aktive Mitglieder, die rund 500 Bienenvölker betreuen. Ein Bienenvolk besteht im Sommer aus bis zu 50 000 Arbeitsbienen, einer Königin und 500 bis 1000 männliche Bienen, den Drohnen. Die Königin legt bis zu 2000 Eier täglich. Sie lebt bis zu fünf Jahre, während die Arbeitsbiene im Sommer eine Lebenserwartung von drei bis vier Wochen hat. Um 500 Gramm Honig zu sammeln, müssen die Bienen eine Strecke zurücklegen, die dem dreifachen Erdumfang entspricht. Dabei fliegen die Sammlerinnen bis zu 30 Mal aus dem Stock und besuchen bei einem Flug rund 200 bis 300 Blüten.

Jakob, vier Jahre alt, steht neben Michael Kiefer, der eine Wabe mit vielen Bienen demonstriert: „Im Bienenstock haben wir zwei Etagen, in der unteren wohnt die Königin, die wegen ihrer Größe nicht nach oben gelangen kann, die Bienen aber, die ja kleiner sind, sehr wohl“. Jakob verfolgt gebannt das Geschehen. „Hast du so etwas schon mal gesehen, von so nahe?“ Jakob schüttelt heftig den Kopf. „Und findest du es schön?“ Jakob nickt lebhaft. „Und wie alt bist du?“. Er hebt den linken Arm, vier Finger an der Hand nach oben gerichtet. Er ist einfach sprachlos vor der Fülle der Natur.