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Haft für Lkw-Fahrer nach Todesfahrt

Nancy. Fast drei Jahren nach einem Unfall in Lothringen, bei dem eine Familie ums Leben kam, hat das Berufungsgericht in Nancy einen Lkw-Fahrer aus dem Département Meuse zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der Fall war im Sommer 2014 frankreichweit in die Schlagzeilen geraten, als zwei Schwestern und ihre drei Kinder (7, 10 und 13 Jahre alt) auf dem Weg in den Urlaub bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen. Der 37-jährige Lkw-Fahrer, der auf der Gegenfahrbahn der Bundesstraße RN4 unterwegs war, war über den zentralen Mittelstreifen gefahren und hatte das Auto der Familie frontal erwischt. Alle fünf Insassen waren sofort tot. Der Mann eines Opfers und zugleich Vater des siebenjährigen Jungen hatte sich erhängt, nachdem er von dem Unfall erfahren hatte. Hélène Maillasson

Fast drei Jahren nach einem Unfall in Lothringen, bei dem eine Familie ums Leben kam, hat das Berufungsgericht in Nancy einen Lkw-Fahrer aus dem Département Meuse zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der Fall war im Sommer 2014 frankreichweit in die Schlagzeilen geraten, als zwei Schwestern und ihre drei Kinder (7, 10 und 13 Jahre alt) auf dem Weg in den Urlaub bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen. Der 37-jährige Lkw-Fahrer, der auf der Gegenfahrbahn der Bundesstraße RN4 unterwegs war, war über den zentralen Mittelstreifen gefahren und hatte das Auto der Familie frontal erwischt. Alle fünf Insassen waren sofort tot. Der Mann eines Opfers und zugleich Vater des siebenjährigen Jungen hatte sich erhängt, nachdem er von dem Unfall erfahren hatte.

Die Ermittlungen hatten gezeigt, dass der Lkw-Fahrer, der selbst schwer verletzt wurde und mehrere Wochen im Koma lag, unter Einfluss von Kokain stand. Vor Gericht sagte er aus, keine Erinnerung an dem Ablauf des Unfalls zu haben. Doch er war für die Justizbehörden auch kein Unbekannter. Bereits vier Mal war er in der Vergangenheit in Drogenfällen verurteilt worden.

In einem ersten Verfahren im vergangenen Jahr war der Mann zu sieben Jahre Haft verurteilt worden. Sein Anwalt hatte damals Berufung eingelegt und verlangt, dass auch die B-Blutprobe seines Mandanten analysiert wird. Doch auch diese bewies, dass der Fahrer in den vier bis acht Stunden vor dem Unfall Kokain genommen hatte. Und so erhöhte das Berufungsgericht die Freiheitsstrafe nun auf zehn Jahre.