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Cantamus
Fröhliches Fest zum 20-Jährigen

Das Geburtstagskind Cantamus feierte sein 20-jähriges Bestehen mit viel Gesang im Dorfgemeinschaftshaus Käshofen. Dabei stand die Freude an der Musik im Vordergrund.
Das Geburtstagskind Cantamus feierte sein 20-jähriges Bestehen mit viel Gesang im Dorfgemeinschaftshaus Käshofen. Dabei stand die Freude an der Musik im Vordergrund. FOTO: Picasa / Margarete Lehmann
Käshofen. Der Chor Cantamus hatte zu einem Abend mit befreundeten Musikern in Käshofen eingeladen. Von Peter Fromann

Mit „musikalischem Budenzauber“ möchte man die Stimmung im leicht überfüllten Käshofer Dorfgemeinschaftshaus beschreiben. Zu feiern gab es 20 Jahre Chor Cantamus mit seinem Vorsitzenden Klaus Fuhrmann. Bernd Jost, Chorleiter von Cantamus, hatte die Gesamtleitung inne. „Heute geht es aber nicht unbedingt um die hohe Kunst des Singens, sondern wir wollen einfach ausgelassen feiern“, sagt Fuhrmann im Gespräch. Beides ließ sich aber im Laufe des Abends ganz schön vereinen. Cantamus stellte sich mit heiß gesungenen Gospels und Spirituals als Zugang zur Geburtstagsfeier vor, denn so hat auch vor 20 Jahren die Chorgeschichte begonnen. „Magic Tam Tam“ unter Leitung von Michael Wack trommelte zuerst furios zackig Afrikanisches, allmählich dann Sanfteres und am Ende gar „Pedekudupu“, ein schnurriges Kinderlied, der Saal ging nimmermüde mit. Eine sehr gelungene Gratulation.

„Junge anspruchsvolle Musik wollen wir machen“, hieß es zur Gründungsversammlung. Und in der Tat, so ist es bis heute geblieben. Der Chor bedankte sich bei seinen bisherigen drei Chorleitern: Lieselotte Mantei, Stefan Schöner und Bernd Jost. Schöner habe sein Dirigieren stets mit eigenartigen Gesten begleitet, wunderte sich Fuhrmann. Für Jazzer gehören sie aber zum Handwerk und Schöner ist einer. Natürlich kamen alle Dankesworte musikalisch rüber. Sehr kunstvoll mit schwierigeren Stücken, teils mehrstimmig besetzt, gratulierte der Chor „TonArt Lambsborn“. Chorleiter Wolfgang Schmitt traut seinen gut 20 zum Teil noch jüngeren Sängern da viel zu.

Beide Chöre kennen sich aus einigen gemeinsamen Konzerten. Dann setzte wieder Cantamus ein, unterbrochen von Ansprachen und Gegensprachen, alles ganz locker. Köstlich der „Mittwochabendprobenblues“, den Cantamus vorstellte. Dann ging’s in die zweite Pause. Danach wurde es richtig heiß mit „Dixie + Swing“ und „TheMa Lulex“. Mit dabei Luisa Fuhrmann mit Saxophon und Klarinette. Zeitlos schön das Spiel, und immer gern gehört. Danach im letzten Teil eine Jazz-Cantate, „Pacem“ und „Lo Yisa Goi“. Die Entwicklung des Chors in den 20 Jahren wurde noch einmal deutlich. Es war eine schöne, auch turbulente Geburtstagsfeier.



Saxophonist Thomas Gerard von der Musikwerkstatt in Zweibrücken meinte: „Ich bin heute als Zuhörer hier, weil Luisa Fuhrmann einst meine Schülerin war. Man will doch wissen, wie weit sie es gebracht hat.“