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Facebook-Nutzer gesteht Mordaufruf gegen Flüchtlinge

Limburgerhof. Auch Rheinland-Pfalz bleibt nicht von Fremdenfeindlichkeit verschont. Ein 20-jähriger Mann reagierte mit Hass auf die Ankunft von Flüchtlingen in Limburgerhof. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Frankenthal. Agentur

Nach einem Internetaufruf zum Mord an Flüchtlingen ermittelt die Staatsanwaltschaft in Frankenthal wegen Volksverhetzung. Ein 20-jähriger Mann aus Ludwigshafen habe ein Geständnis abgelegt, teilte die Staatsanwaltschaft gestern mit. Ermittler durchsuchten dessen Wohnung. Der Mann sei nach bisherigen Erkenntnissen "dem rechten Spektrum nicht zuzuordnen". Nun sei zu prüfen, ob Anklage erhoben werde.

Der Facebook-Nutzer hatte in dem Portal geschrieben, Flüchtlinge sollten erschossen werden. Er äußerte sich zu einem Foto, das den Einzug von Asylbewerbern in eine Unterkunft in Limburgerhof im Rhein-Pfalz-Kreis zeigte. Die Unterkunft war Anfang Mai Ziel eines Brandanschlags und wurde erst in der vergangen Woche wieder bezogen. Die Flüchtlinge wurden von Vertretern der Gemeinde begrüßt.

Der Vorwurf laute vor allem auf Volksverhetzung, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Hubert Ströber. Der Eintrag wurde inzwischen gelöscht. Die Ermittlungen zu dem Brandanschlag dauern noch an.