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Springlehrgang im Landgestüt
„Es geht darum, die Pferde zu gymnastizieren“

Der Pferdezuchtverein Zweibrücken und Umgebung hat einen Lehrgang angeboten. Stephanie Linn und Kerstin Müller üben mit ihren Pferden beim Pferdewirtschaftsmeister Karsten Schäfer aus Käshofen das richtige Springen.
Der Pferdezuchtverein Zweibrücken und Umgebung hat einen Lehrgang angeboten. Stephanie Linn und Kerstin Müller üben mit ihren Pferden beim Pferdewirtschaftsmeister Karsten Schäfer aus Käshofen das richtige Springen. FOTO: Cordula von Waldow
Zweibrücken. Pferdezuchtverein Zweibrücken und Umgebung bedankt sich mit Springlehrgang bei seinen Mitgliedern. Von Cordula von Waldow

„Warten, warten, warten, bleib enstpannt und lass den Schenkel dran!“ beruhigt Karsten Schäfer seine Reitschüler Fabio Meyer-de Giuli oder Kerstin Müller vom RSC Walshausen vor dem Hindernis.

Der Pferdewirtschaftsmeister aus Käshofen hält zum wiederholten Male den Springlehrgang im Landgestüt, mit dem der Pferdezuchtverein Zweibrücken und Umgebung sich bei seinen Mitgliedern auch in diesem Jahr für ihren Einsatz im vergangenen Jahr bedankt.

„Es geht darum, die Pferde zu gymnastizieren und über verschiedene Aufgaben wie Reihen, Distanzen, gebogene Linien und Sprünge, die aus der Ecke anzureiten sind, auf ihre Arbeit im Parcours und damit auf die Saison vorzubereiten“, verdeutlicht der selbst bis Klasse S hoch erfolgreiche Ausbilder von Pferden und Reitern.



Entsprechend sind die Hindernisse in der großen Gestütsreithalle im Landgestüt aufgebaut. Bodenlatten helfen besonders jungen und unerfahrenen Pferden, ihren Rhythmus und den passenden Absprung vor dem Hindernis zu finden.

„Wenn man alleine reitet, schleichen sich doch immer wieder Fehler ein“, weiß auch Stephanie Linn aus Einöd.

Für ihren siebenjährigen, selbst gezogenen Ponyhengst Nantano L, und auch für viele andere Pferde sei es gut, nach der eher einsamen Winterarbeit im heimischen Stall, wieder einmal eine fremde Umgebung und vor allem auch das Zusammentreffen mit fremden Pferden zu verarbeiten.

„Das begegnet einem in der Abreitehalle bei Saisonbeginn überall“, betont die Reiterin. Immer wieder neu begeistert von dem Unterricht ist Sophia Treubel. „Mein Jack ist kein einfaches Pferd“, erklärt die 18-jährige Rodalberin. Doch Karsten Schäfer gelänge es, „auch wenn Jack einmal Flausen im Kopf hat“, immer, dass es am Ende dann funktioniere.

Sie lobt: „Und das mit ganz viel Ruhe und wenig Tamtam.“ Dabei sei er super fair zum Pferd. Auf ihr Ziel, in der kommenden Saison vermehrt in Klasse L zu starten, bereite der Profi sie mit schwierigen Linien in seinen Parcoursaufbauten vor. Deshalb sei sie immer wieder gerne dabei.