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Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst
Eine Wanderung auf dem ursprünglichen Jakobsweg

Lothar Klein an einem Wegzeichen der Pilgerroute. Bei Logoso trennen sich die Wege nach Finisterra und Mucia.
Lothar Klein an einem Wegzeichen der Pilgerroute. Bei Logoso trennen sich die Wege nach Finisterra und Mucia. FOTO: Lothar Klein
Zweibrücken. Am kommenden Mittwoch berichtet Lothar Klein beim Ambulanten Hospizdienst von seiner Pilgerreise. Von Cordula von Waldow

() Wer von einer Pilgerreise auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostella träumt oder diesen sogar bereits gewandert ist, kann den herrlichen Weg durch Nordspanien am Mittwoch, 24. Januar, um 18 Uhr in den Räumen des Ambulanten Hospizdienstes, Poststraße 35, virtuell erleben. Der Zweibrücker Rentner Lothar Klein berichtet mit eindrucksvollen Bildern von den wechselnden Eindrücken auf der fast vierwöchigen Pilgerreise im vergangenen Jahr auf dem Camino Primitivo. „Dies ist der ursprüngliche Jakobsweg nach Santiago de Compostella und bis ans Ende der Welt“ informiert der begeisterte Pilger.

Als der ursprüngliche Jakobsweg, ist der Camino Primitivo der älteste der verschiedenen Pilgerpfade nach Santiago de Compostella. Alfonso II, „der Keusche“, der König des christlichen Asturien, pilgerte ihn von seiner Hauptstadt Oviedo nach Santiago de Compostela, wo 811 das angebliche Grab des Apostels Jakob des älteren wiederentdeckt worden war. Darüber sind Aufzeichnungen aus dem 9. Jahrhundert erhalten.

„Der heutige Camino Primitivo ist diesem Weg nachempfunden“, weiß Lothar Klein. Er sei nicht so überlaufen und kommerziell wie andere Caminos. „Außerdem durchläuft er sehr verschiedene Vegetationszonen und man kann jeden Tag ganz Neues entdecken“, erinnert er sich an die vielen verschiedenen Eindrücke, die er gerne mit seinem Publikum teilt. Die Einsamkeit und Schlichtheit seien etwas Besonderes. Das Wetter verändere sich fast täglich. Dieser Pilgerweg führt durch die Berge und Täler Asturiens und über die grünen Hügel Galiciens bis nach Santiago de Compostela. Auf diesem Weg wird man von abwechslungsreichen Ausblicken auf die plätschernden Flussläufe und sattgrünen Wiesen der nordspanischen Landschaft verzaubert. Nach anstrengender Wanderschaft mit teilweise starken Steigungen, wird man auf den Gipfeln mit dem Anblick von einem atemberaubenden Panorama belohnt. Schmale Gassen in Städten mit mittelalterlicher Stadtmauer, Ruinen vergangener Baudenkmäler, alte Kirchen und Wegkreuze säumen den Weg. Am Ende des weiteren Wegs ans Meer, beim Cap Finisterre, beenden viele Pilger ihre Reise schweigend beim Sonnenuntergang.



Termin: Mittwoch, 24. Januar, um 18 Uhr beim Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienst (AHPB), Poststraße 35, Zweibrücken. Der Eintritt ist frei.