| 21:41 Uhr

Bombenfund
Bombe in Koblenz entschärft

 Frank Bender (links) und Marco Ofenstein vom Kampfmittelräumdienst mit der amerikanischen Fliegerbombe.   
Frank Bender (links) und Marco Ofenstein vom Kampfmittelräumdienst mit der amerikanischen Fliegerbombe.    FOTO: dpa / Thomas Frey
Koblenz. (dpa) Aufatmen in Koblenz: Experten des Kampfmittelräumdiensts Rheinland-Pfalz haben am Samstag eine 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Obwohl einer der beiden Zünder in einem schlechten Zustand war, verlief die Aktion reibungslos und zügig, wie die Feuerwehr mitteilte.

(dpa) Aufatmen in Koblenz: Experten des Kampfmittelräumdiensts Rheinland-Pfalz haben am Samstag eine 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Obwohl einer der beiden Zünder in einem schlechten Zustand war, verlief die Aktion reibungslos und zügig, wie die Feuerwehr mitteilte.

Vor der Entschärfung mussten 21 000 Menschen ein Kreisgebiet mit einem Radius von einem Kilometer verlassen. Von der Evakuierung war fast jeder Fünfte der 113 000 Koblenzer betroffen. Bei den Kontrollen durch Fußtrupps mussten allerdings viele Anwohner erst dazu überredet werden, ihre Wohnungen zu verlassen, teilte die Feuerwehr am Sonntag mit. Sieben Wohnungstüren seien geöffnet worden, um Bewohner hinauszuführen.

In den Tagen zuvor war das Gefängnis in der Sperrzone evakuiert worden - die Häftlinge kamen in andere Haftanstalten. Auch zwei Bahnhöfe, ein Krankenhaus und zwei Altenheime mussten geräumt werden. Der linksrheinische Bahnverkehr wurde unterbrochen. Betroffen war auch der Linienbusverkehr, der am Sonntag wieder seinen gewohnten Fahrplan aufnahm. Insgesamt waren rund 800 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr, Ordnungsamt sowie Deutschem Roten Kreuz, Johannitern und Maltesern im Einsatz.



Der US-Blindgänger war am vergangenen Montag bei Bauarbeiten für einen neuen Kindergarten im Koblenzer Stadtteil Karthause entdeckt worden.

(dpa)