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Knapp 37 440 Babys kamen zur Welt
Geburten-Zahl in Rheinland-Pfalz bleibt stabil

Wiesbaden/Mainz. In ganz Deutschland ist die Zahl der Geburten 2017 leicht um fast ein Prozent zurückgegangen.

Die Zahl der Geburten ist in Rheinland-Pfalz weitgehend stabil geblieben. Im vergangenen Jahr kamen knapp 37 440 Babys zur Welt. Mit einem Minus von 75 Kindern blieb das Niveau im Vergleich zu 2016 damit praktisch unverändert, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Der Wert entspricht einem Rückgang von lediglich knapp 0,2 Prozent.

Hingegen ist die Zahl der Geburten im Saarland leicht gestiegen. Im vergangenen Jahr kamen dort knapp 8300 Babys zur Welt. Mit einem Plus von 98 Kindern stieg das Niveau im Vergleich zu 2016 damit leicht an. Die Zahl entspricht einem Zuwachs von knapp 1,2 Prozent.

Die Zahl der Geburten in ganz Deutschland ist leicht zurückgegangen. Im vergangenen Jahr kamen rund 785 000 Babys zur Welt. Das waren 0,9 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.



Eine Sprecherin sprach von einer Stabilisierung der Geburtenzahl auf relativ hohem Niveau. 2016 hatte es – vor allem wegen der Zuwanderer-Familien aus nicht-europäischen Ländern wie Syrien oder Afghanistan – zwar einen Zuwachs von 7,4 Prozent gegeben. Das große Plus hatten die Statistiker jedoch auch mit einer technischen Umstellung bei der Berechnung begründet. Die Zahl der Geburten war in Deutschland seit 2012 wieder gestiegen.

Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau lag demnach im vergangenen Jahr bei 1,57 Kindern (2016: 1,59). Bei den Frauen mit deutscher Staatsangehörigkeit lag die Zahl mit 1,45 Kindern je Frau nur leicht unter dem Niveau von 2016 (1,46). Bei den Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die mehr Nachwuchs bekommen, sank sie von 2,28 auf 2,15 Kinder je Frau.

In den neuen Bundesländern (ohne Berlin) war die Geburtenziffer mit 1,61 Kindern je Frau höher als im Westen mit 1,58. Über diese anhaltenden Differenzen ist das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) verblüfft. Das Geburtenplus im Osten sieht das BiB nicht in ökonomischen Faktoren oder der Infrastruktur begründet, sondern im kulturellen Umfeld. Es gebe dort einen „deutlich geringeren Erwartungsdruck an die gute Mutter und die guten Eltern“ als im Westen, hieß es beim BiB. Das Land mit der höchsten Geburtenziffer von 1,64 Kindern je Frau war Brandenburg. Die niedrigste Ziffer von 1,48 Kindern wies Berlin auf.

(dpa)