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Überraschende Positiv-Nachricht
Wenn Waffennarren tagen, gibt es weniger Erschossene

Washington.

(PM/dpa) Die US-Waffenlobby NRA hat keinen guten Ruf. Verhindert sie doch Schritte, wenistens gefährlichen Menschen Zugriff auf Kriegs-Gerät zu verwehren. Doch überraschenderweise sorgt sie gelegentlich für weniger Schusswaffen-Opfer: wenn sie ihre Mitglieder zur Jahrestagung versammelt. Das schließen Forscher der Harvard Medical School in Boston und der Columbia University in New York aus Versicherungsdaten von 2007 bis 2015. Demnach gibt es in den USA während der NRA-Zusammenkünfte, die rund 80 000 Mitglieder besuchen, 20 Prozent weniger Verletzungen durch Schusswaffen als an den Tagen zuvor und danach. Der Rückgang sei wahrscheinlich auf die „kurze Zeit der Waffen-Abstinenz während solcher Versammlungen“ zurückzuführen. Diese Positiv-Nachricht wird kaum reichen, das neue Problem der NRA vergessen zu lassen. US-Präsident Trump hat jetzt verblüffenderweise für härtere Waffengesetze plädiert. Er warf den Republikanern vor, Angst vor der NRA zu haben. Er habe die nicht.