| 23:27 Uhr

Verstimmungen, Ängste und Sorgen
Weites Pendeln erhöht Risiko für psychische Krankheiten

Berlin. Weites Pendeln kostet nicht nur Zeit, sondern kann auch psychisch krank machen. Je weiter der Arbeitsort entfernt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit depressiver Verstimmungen, Ängste und Sorgen, den Alltag nicht mehr zu meistern. Zu diesem Ergebnis kommt eine gestern veröffentlichte Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), bei der Daten von mehr als 13 Millionen AOK-Versicherten zugrundegelegt wurden. Arbeitnehmer, die mehr als 500 Kilometer zum Arbeitsplatz pendeln, haben demnach 15 Prozent mehr Fehltage wegen psychischer Erkrankungen als Menschen, die weniger als zehn Kilometer Wegstrecke zurücklegen müssen.

Aber auch schon mindestens 50 Kilometer sind demnach ein Risiko. Versicherte, die so weit und mehr fahren müssen, fehlten 2017 im Schnitt an 3,2 Tagen wegen einer psychischen Erkrankung bei der Arbeit. Bei mehr als 500 Kilometern Wegstrecke waren es 3,4 Tage, bei zehn Kilometern hingegen 2,9 Tage und damit ein halber Tag weniger.

(dpa)